Sa, 18. November 2017

„Sensationell“

05.10.2012 14:34

Neue Messanlage im Skizirkus „kann sehr viel bringen“

Als "Weltneuheit" hat ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel eine neuartige Messanlage zur Untersuchung des Gleitreibungsverhaltens von Wintersportgeräten am Technologiezentrum Ski- und Alpinsport der Universität Innsbruck bezeichnet. "Das ist eine sensationelle Anlage, die sehr viel bringen kann", sagte Schröcksnadel bei einer Pressekonferenz in Innsbruck, bei der das Tribometer von den Forschungspartnern, darunter dem ÖSV, vorgestellt wurde.

Bisher habe man im Freien getestet, wobei man von den äußeren Bedingungen abhängig gewesen sei, erläuterte der ÖSV-Präsident. Das Tribometer soll nun für Tests herangezogen werden. "Es wird sowohl den Nordischen als auch den Alpinen nützen. Im Sprungbereich kann beispielsweise jeder halbe Stundenkilometer zusätzlich mehrere Meter bedeuten", erklärte er. Niemand wisse derzeit wirklich, was "unter dem Ski passiert", meinte Schröcksnadel.

"Einzigartige" Beschleunigung
Die rund 27 Meter lange Anlage ermögliche nach Angaben der Entwickler Labormessungen unter exakt definierten Bedingungen bei sehr hohen Geschwindigkeiten. "Man kann innerhalb von 0,4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Das ist einzigartig", sagte Herwig Schretter, Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung bei "Head Tyrolia Wintersport".

Künftig werde es möglich sein, die Reibung zwischen Eis und Schnee und diversen Materialien wie Kufen, Skibelägen oder Fellen genau zu untersuchen. "Um die Spitzenleistung unserer Sportler zu verbessern, müssen wir an unseren Produkten das ganze Jahr über arbeiten. Für uns Techniker bietet das Tribometer die Möglichkeit, permanent unter Laborbedingungen Weiterentwicklung zu betreiben", meinte Schretter.

1,15-Millionen-Euro-Anlage
Das Tribometer ist das Ergebnis des im Förderprogramm K-Regio vom Land Tirol unterstützten Projektes "Alpine Sporttechnologie: Gleiten auf Schnee und Eis". Neben dem Technologiezentrum Ski- und Alpinsport waren das Institut für Sportwissenschaft und das Institut für Physikalische Chemie der Universität Innsbruck sowie österreichische Sportverbände und mehrere Unternehmen beteiligt. Das Tribometer habe insgesamt 1,15 Millionen Euro gekostet, erklärten die Verantwortlichen.

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