Di, 17. Oktober 2017

Causa Birnbacher

04.10.2012 13:00

Bucher hält Haider die Stange: „Endlich Ruhe gönnen“

Die mehrjährigen Haftstrafen in der Causa Birnbacher, die am Montag am Landesgericht Klagenfurt in erster Instanz ausgesprochen wurden, sind für das BZÖ kein Anlass, die Vergangenheit rund um den verstorbenen Parteichef und Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider aufzurollen. Eine Kriminalisierung Haiders weist BZÖ-Chef Josef Bucher zurück. Man solle Haider endlich "Ruhe gönnen".

Grund für Buchers Wortmeldung: Richter Manfred Herrnhofer hatte in seiner Urteilsbegründung deutlich gemacht, dass Jörg Haider seiner Meinung nach Mitschuld in der Causa trage. Am Donnerstag erklärte Bucher (im Bild mit Haider und Damals-Noch-BZÖ-Mitglied Uwe Scheuch bei einer PR-Aktion), Herrnhofers Aussage sei eine "Auslegung" des Richters, die man nie bewahrheiten werde können.

Er sehe es sehr "problematisch", ständig Anschuldigungen gegen jemanden zu erheben, der sich nicht mehr wehren könne. Die Vorwürfe gegen Haider würden sich in keinem Urteil niederschlagen, unterstrich er, man sollte daher nun dem Verstorbenen endlich "Ruhe gönnen". Für ihn, Bucher, sei Haider jedenfalls nach wie vor ein "richtiger Macher", der viel für das Land Kärnten getan habe.

Causa Birnbacher hat keinen Zusammenhang mit BZÖ
Auf "hypothetische Spielchen" über die Vergangenheit lasse er sich nicht ein, meinte Bucher. Darüber sollten sich jene unterhalten, "die daran Gefallen finden", denn als Politiker sei es seine Aufgabe, sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Einen BZÖ-Zusammenhang mit der Affäre wollte der Bündnischef nicht sehen. Gegenwärtig seien vier Personen verurteilt, mehr nicht, sagte er. Diese Urteile seien Sache der Justiz und würden daher auch nicht von ihm kommentiert.

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