Sa, 18. November 2017

Gastspiel in der EBEL

02.10.2012 16:55

Vanek schreibt in der „Krone“: „Ich nehme das ernst“

NHL-Star Thomas Vanek schreibt in der "Krone" über den Sensations-Transfer zu den Graz 99ers und verspricht "volles Engagement". Die Auftritte in der heimischen Eishockey-Liga seien für ihn kein Spaß, "ich nehme das alles voll ernst".

"Irgendwie tut es dem Selbstvertrauen gut, wenn man aus vielen Ländern Europas gute Angebote bekommt. Aber für mich stand fest: Wenn ich dort spiele, dann nur in Österreich. Und wirklich, dazu hab ich mich erst am Montag entschieden. Denn nach neuen Gesprächen zwischen den Vertretern der Spielergewerkschaft und den Klubbesitzern sieht es nach den Informationen, die ich am Wochenende bekam, nicht danach aus, dass der 'Lock-out' so schnell zu Ende geht.

Und zudem waren Montag bei unserem Privattraining in Buffalo nur noch acht Spieler der Sabres da. Der Rest war schon in Europa oder bei unserem Farmteam in der American Hockey League. Unter den Umständen ist es nicht leicht, sinnvoll zu trainieren.

Die Entscheidung fiel mir aber trotzdem schwer - am meisten aus privaten Gründen. Mein ältester Sohn Blake geht in die Vorschule, die Zwillinge sind in einem Alter, in dem sie alles voll in Betrieb halten. Da ist es nicht einfach, alles zusammenzupacken, für einen Monat nach Europa zu übersiedeln und dann zurück. Jetzt komm ich Donnerstag oder Freitag alleine, werde oft mit daheim skypen. Die 99ers haben sich sehr um mich bemüht, in Graz passt für mich alles, ich kann bei meinen Eltern wohnen. Alles freut sich schon.

Aber ein Spaß ist das für mich nicht, ich nehm das alles voll ernst. Darum rief ich auch Trainer Mario Richer, den ich nicht kannte, an, stellte mich vor, sagte ihm, dass ich keine Sonderrechte brauche. Ich will nur gut trainieren, gut spielen, topfit werden. Ich verspreche keine Tore, keine Siegesserie, nur volles Engagement. Leicht wird es nicht: Ich habe es von Leuten, die in dieser Liga spielten oder sie kennen, gehört, dass es auch hier starke Torhüter gibt. Nach einem Monat können wir Bilanz ziehen. Wie es dann weitergeht, hängt von der Entwicklung um den 'Lock-out' ab. Und wie es meiner Frau und den Söhnen ohne mich ging."

Auch Nödl gibt Gastspiel
Indes hat sich nach Vanek mit Andreas Nödl ein zweiter österreichischer NHL-Legionär während des "Lock-out" für ein Gastspiel in der Erste Bank Eishockey Liga entschieden. Der 25-jährige Wiener, der für die Carolina Hurricanes stürmt, wird vorerst bis zum 4. November das Dress des HC Innsbruck überstreifen, wie am späten Dienstagnachmittag bekannt wurde. (siehe Infobox).

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