Di, 17. Oktober 2017

Alarm schlagen

25.09.2012 15:18

Das ist zu tun, wenn du Giftköder entdeckst

In den letzten Tagen häuften sich Fälle von gefundenen Giftködern, die Tierhasser meist an beliebten Spazierrouten von Hundebesitzern auslegen und damit nicht nur Vierbeiner, sondern auch kleine Kinder in Lebensgefahr bringen. So spickte etwa vergangene Woche ein Unbekannter Wurstsemmeln mit Rattengift und ließ diese auf der Wiener Donauinsel zurück, krone.at berichtete. Verunsicherte Leser fragen sich nun, was man beim Fund verdächtiger "Leckerchen" zu tun hat - hier erfährst du, wie du dich richtig verhältst.

Nach etlichen Berichten über Giftköder für Hunde appelliert Tierschutzstadträtin Ulli Sima einmal mehr an alle Hundebesitzer, jeglichen Verdacht sofort beim Veterinärdienst der Stadt Wien unter der Telefonnummer 4000/8060 zu melden: "Unsere Veterinäre gehen jeder Meldung umgehend nach und sind auf die aktive Mithilfe der Hundebesitzer angewiesen", so Sima. Bei einem Fund in den Bundesländern kannst du die Polizei alarmieren. Wenn du die Möglichkeit hast, sammle die Köder vorsichtig ein (Handschuhe tragen!), damit sich kein anderer Hund damit vergiftet.

Übe mit deinem Hund, Gefundenes auszuspucken
Immer wieder gibt es Meldungen über Giftköder, bei denen es sich glücklicherweise oft um "blinden Alarm" handelt. Die Mitarbeiter der MA 60 und der Wiener Tierschutzombudsstelle nehmen aber jeden Hinweis absolut ernst und sind in Dauerbereitschaft. Du solltest jedenfalls mit deinem Hund üben, Aufgenommenes auf Kommando wieder auszuspucken. Dies kann man beispielsweise trainieren, indem man mit dem Vierbeiner ein "Tauschgeschäft" macht.

Bei Verdacht auf Vergiftung sofort zum Tierarzt
Verschluckt dein Hund das Gefundene, bevor du eingreifen kannst, musst du gut auf sein Verhalten achten. Die ersten Vergiftungserscheinungen können bereits nach kurzer Zeit auftreten. Zu den Symptomen gehören etwa Erbrechen, Atemnot und Kreislaufschwäche. Bei Verdacht auf Vergiftungen sollte laut Experten unverzüglich der Tierarzt des Vertrauens aufgesucht werden, um eine rasche Therapie einzuleiten. Zuzuwarten oder die Anwendung von Hausmitteln kann deinen Liebling im Ernstfall das Leben kosten.

Beim Spazierengehen ist laut MA 60 das Tragen eines Maulkorbs empfehlenswert. Damit kann die Aufnahme von Stoffen, die nicht zum Verzehr geeignet sind, verhindert werden. Um dich über aktuelle Giftwarnungen auf dem Laufenden zu halten, kannst du dir zum Beispiel die Giftköderradar-App aufs Handy laden.

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