Fr, 24. November 2017

Puls-4-Talk

25.09.2012 08:17

Stronach will Platz 1 und einen Sitz im Nationalrat für sich

Frank Stronach wird selbst als Spitzenkandidat mit seiner vor der Gründung stehenden Partei bei der Nationalratswahl antreten und danach gegebenenfalls auch ein Mandat im Parlament annehmen. Als Wahlziel nannte er am Montagabend im Puls-4-Interview Platz eins.

Nachdem der ORF Stronach nicht zu den "Sommergesprächen" eingeladen hatte, traf der Privatsender Puls 4 ihn zum "Herbstgespräch". Auf krone.at gibt's die Highlights (siehe Video), der ganze Talk ist auf puls4.com zu sehen.

Partei hat "Stronach" im Namen
Den kolportierten Namen seiner Partei, "Team Stronach für Österreich", wollte er vor der offiziellen Präsentation am kommenden Donnerstag noch nicht bestätigen, wohl aber, dass "Stronach" darin vorkommen werde. Der Austro-Kanadier bestätigte auch, dass ihn ein "Weisenrat" unterstützen werde. Namen nannte er noch keine.

Die Experten sollen für ihn in den nächsten paar Monaten bis zur Wahl ein Programm ausarbeiten. Am Donnerstag soll vorerst nur "ein Vorprogramm" präsentiert werden. Auch prominente Kandidaten präsentierte der 80-jährige Industrielle nicht. Die Abgeordneten, die ihn unterstützen, wollte er nicht namentlich nennen.

Studiengebühren ja, aber nicht bei gefragten Fächern
Inhaltlich sprach sich Stronach für Studiengebühren aus, allerdings mit Ausnahmen. In von der Wirtschaft gefragten Studienrichtungen wie den technischen Fächern sollten die Studenten davon ausgenommen werden. Voraussetzung sei, dass sie fleißig und gut studieren. "Aber in der Sozialwissenschaft, wo Tausende studieren und keiner weiß wozu - die müssen das selbst bezahlen."

Eine Zusammenarbeit nach der Wahl kann sich Stronach mit allen Parteien vorstellen, die seine Werte befürworten. Konkret auf ÖVP-Obmann Michael Spindelegger angesprochen, bezeichnete er den Vizekanzler als "eine sehr anständige, nette Person, aber ich glaube, er hat nicht so viel Erfahrung in Bezug auf Wirtschaft".

Berufsheer und freiwilliger Zivildienst für zwei Jahre
In Sachen Wehrpflicht hatte sich Stronach bereits im "Krone"-Interview (siehe Infobox) für ein "kleines Berufsheer" und einen freiwilligen Zivildienst ausgesprochen. Auf Puls 4 fügte er hinzu, dass dieser dann zwei Jahre dauern solle. Seinen Vorschlag im Zusammenhang mit dem Euro relativierte Stronach etwas. Dass die Euroländer eine frei konvertierbare Währung haben und es damit einen österreichischen, einen italienischen, einen deutschen, einen spanischen Euro usw. geben sollte, sei "nur ein Vorschlag".

In den nächsten Monaten könnten noch weitere folgen, er sei hier immer noch dabei nachzudenken. In Bezug auf Griechenland befürwortet Stronach einen Schuldenschnitt, allerdings müssten die Banken dazu beitragen. Vermögenssteuern lehnt der Industrielle übrigens ab. Er meint, dass Reiche über die Mehrwertsteuern schon mehr zahlen. Grundsätzlich tritt er für eine Flat Tax ein und fordert vor allem eine Entbürokratisierung.

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