Do, 14. Dezember 2017

Pfeffersprayattacke

20.09.2012 09:05

Geldbote in Salzburg um 11.000 Euro "erleichtert"

Überfall auf einen Geldboten vor dem Foyer der Volksbank-Filiale in Salzburg-Gneis: Der Täter, der sein Opfer ausspioniert haben dürfte, attackierte den Mann am Mittwochabend mit einem Pfefferspray und flüchtete mit 11.000 Euro Beute. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein: Mehrere Streifen verfolgten einen O-Bus, die Spur erwies sich aber als falsch.

Kurz nach 16 Uhr wollte der Mitarbeiter (47) einer Salzburger Firma für Autozubehör völlig ahnungslos die Tageslosung zur Bank bringen. Für den Mann ist das Routine – er kommt jeden Tag um diese Zeit in die Berchtesgadener Straße. Der Räuber dürfte seinen Weg gekannt haben. Denn als der 47-Jährige aus dem Auto ausgestiegen war, kam plötzlich ein Mann auf ihn zu und versuchte dem Geldboten die Tasche mit rund 11.000 Euro zu entreißen.

Der Geldbote wehrte sich mit aller Kraft. Es kam zu einem Kampf. Der Räuber, den der 47-Jährige noch nie zuvor gesehen hatte, ging schließlich mit Pfefferspray auf sein Opfer los und sprühte ihm das Reizgas ins Gesicht und direkt in die Augen. Dann flüchtete der Täter in Richtung Kommunalfriedhof.

Polizei-Zugriff in O-Bus
Die erste Alarmierung bei der Polizei lautete noch auf "Rauferei in der Bank". Als klar war, dass es sich um einen Raubüberfall gehandelt hatte, wurde sofort eine Großfahndung eingeleitet. Aufregende Szenen spielten sich daher wenig später für Fahrgäste in einem Bus ab (Bild 2), die um diese Zeit mit der Linie 5 gerade stadtauswärts unterwegs waren: Mehrere Polizeistreifen verfolgten den O-Bus, in den eine verdächtige Person eingestiegen war – leider aber ohne Erfolg. Der Fahrgast passte zwar auf die Täterbeschreibung, hatte mit dem Überfall aber nichts zu tun.

Dem wahren Täter gelang es unterzutauchen: Es handelt sich laut ersten Beschreibungen um einen circa 1,80 Meter großen und schlanken Mann. Der etwa 30- bis 35-Jährige trug eine schwarze Haube sowie eine dunkle Kapuzenjacke und große Kunststoffbrillen. Das Rote Kreuz versorgte den verletzten Geldboten und brachte ihn auf die Augenambulanz ins Salzburger Landesklinikum.

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