Di, 12. Dezember 2017

Kein Himmelsgeschenk

18.09.2012 08:54

"Meteoriten"-Trubel verglühte rasch: Es ist eine Stahlkugel

Das ist doch zum Zerkugeln! Eine vier Tonnen schwere Stahlkugel, die im Straßenbau zum Steinezertrümmern verwendet wird, hat in Oberösterreich, genauer gesagt in Waizenkirchen und Peuerbach, für Riesenaufregung gesorgt. Denn ein Altbürgermeister glaubte an eine archäologische Sensation, ein Arzt hielt den "Fund" gar für einen wertvollen Meteoriten.

Peuerbach rühmt sich, die "Stadt der Sterne" zu sein. Deshalb glaubten prominente Gemeindebürger offenbar, einen wertvollen Meteoriten entdeckt zu haben, als sie neben einer Baustelle der B129 bei Waizenkirchen eine seltsame, erdverschmierte Kugel entdeckten.

Altbürgermeister vermutete Schatz
"Der Altbürgermeister von Peuerbach hat mir eine E-Mail geschickt, dass er einen archäologischen Wert vermutet. Unsere Gemeinde sollte den Fund absichern. Ich bin dann rauf zur Baustelle. Dort hab ich den Polier angetroffen", so der Waizenkirchner Amtsleiter Josef Rabeder über seine kuriosen "Ermittlungen".

"Der Bauleiter hat sich zuerst gar nicht ausgekannt. Dann hat er gelacht und mir die Eisenkugel (im Bild mit Baggerfahrer Josef Hellmair, Anm.) gezeigt. Sie hat einen Durchmesser von 70 Zentimetern, ist etwa vier Tonnen schwer - und wird zum Zertrümmern von Steinen verwendet."

Arzt hatte Kugel mit Namen markiert
Ein Arzt, der in der Nähe wohnt, hatte den mutmaßlichen Meteoriten auch gleich mit seinem Namen gekennzeichnet, vermutlich, um damit Besitzansprüche zu dokumentieren. Der vermeintliche Schatzfund aus dem All entpuppte sich also als "Fehlsichtung" à la Erich von Däniken. Zumindest die örtlichen Faschingsgilden werden sich über die Ufo-Kugel freuen – wenn das kein Stoff zum Schmunzeln ist...

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