Do, 23. November 2017

12. Erntedankfest

09.09.2012 18:17

ÖVP ließ 300.000 Wiener Landluft schnuppern

Landluft schnuppern mitten in der Großstadt, das ist dieses Wochenende am Wiener Heldenplatz möglich gewesen: Dort ist Samstag und Sonntag das traditionelle Erntedankfest gefeiert worden. Das heuer erstmals von der Österreichischen Jungbauernschaft organisierte Event zog rund 300.000 Besucher an. "Es war ein grandioser Erfolg, es waren wirklich viele Leute. Es hat alles super gepasst", zog Jungbauern-Obmann Stefan Kast zufrieden Bilanz.

In den vergangenen Jahren hat der Bauernbund das Fest ausgetragen, nun organisiert es dessen Jugendorganisation, die Jungbauernschaft. "Die österreichische Landwirtschaft ist jung. Der Bauernbund hat das aufgegriffen und das Erntedankfest in jüngere Hände gegeben", begründete Kast die "Hofübergabe". Die Veranstaltung fand heuer zum zwölften Mal statt.

"Bitte, danke, Bussi, Amen"
Zu den Höhepunkten am Sonntag zählte die Segnung der Feldfrüchte, die von Dompfarrer Toni Faber vorgenommen wurde. Dabei verriet er den Zuhörern sein neuestes Lieblingsgebet, das er bei einem Kindergeburtstag gelernt hatte: "Bitte, danke, Bussi, Amen." Vor dem feierlichen Umzug der geschmückten Erntewägen hielten mehrere ÖVP-Spitzenpolitiker Reden.

Vizekanzler und Bundesparteiobmann Michael Spindelegger warb dabei für ein Ja zur Wehrpflicht bei der Volksbefragung im Jänner, und Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich unterstrich die Notwendigkeit von EU-Förderungen für die heimischen Landwirte. Auch der Chef der Wiener Landespartei, Manfred Juraczka, sowie Bauernbundpräsident Jakob Auer ergriffen das Wort.

"Motorsägenkünstler" als Publikumsmagnet
Im Mittelpunkt des zweitägigen Festes, dessen diesjähriges Motto "Essen ist Heimat" lautete, standen einmal mehr Brauchtum und Zünftigkeit. Bei angenehm spätsommerlichen Temperaturen und Sonnenschein hatten die Besucher die Möglichkeit, ihr Geschick auf der Traktorwippe auf die Probe zu stellen. Publikumsmagnet waren die "Motorsägenkünstler", die verschiedene Skulpturen aus Holz zauberten. Wissenswertes gab es am Schweinelehrpfad und bei zahlreichen Ständen, die zum Beispiel über Eier und Bio-Lebensmittel informierten.

Die kleinen Festbesucher durften basteln, Bilderrätsel lösen oder beim Zapfen-Schätzen mitmachen. Viel Besucherinteresse zogen auch "Speis und Trank" auf sich: Die kulinarische Palette reichte von Pfefferhauswürstel vom Pinzgauer Rind über Waldviertler Karpfen und Likör aus der Wachauer Marille bis hin zum "Steirer-Eis" in den ungewöhnlichen Sorten Apfel-Kren oder Käferbohne. Für das musikalische Begleitprogramm sorgten u.a. eine Reihe von Blasmusikkapellen.

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