So, 19. November 2017

Quirlige Brut

07.09.2012 11:02

So spannend ist der Nachwuchs im Gartenteich

Ein Teich macht einen Garten zu einer echten Oase. Besonders in den warmen Sommermonaten, wenn sich zahlreiche kleine Jungfische zwischen Seerosen und Schilfrohren tummeln, macht es Gartenliebhabern viel Spaß, ihr Kleinod aufmerksam zu beobachten.

"Wenn die Wassertemperatur, das Nahrungsangebot und die Wasserverhältnisse im Gartenteich stimmen, pflanzen sich beispielsweise Goldfische, Moderlieschen oder Stichlinge leicht fort", erklärt der Biologe und Ratgeberautor Dr. Harald Gebhardt. Förderlich ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Männchen und Weibchen. Den Rest erledigt die Natur. "Viele Fischarten benötigen lediglich einige Pflanzen, um an ihnen ihren Laich abzulegen." Andere Fische wie etwa der Bitterling deponieren ihre Eier nur in bestimmten Süßwassermuscheln, in denen sich die Jungen entwickeln können.

Besonders während der Laichzeit können aufmerksame Beobachter einige spannende Entdeckungen machen. "Manche Fische, zum Beispiel Stichling, Bitterling oder Elritze, haben eine besondere Laichfärbung", weiß der Experte. Zudem tummeln sich einige Arten zur Laichzeit gerne im dichten Pflanzenwuchs oder plätschern auffällig an der Oberfläche. Stichlinge legen sogar ein kugelförmiges "Nest" aus Pflanzenfasern und Algenfäden an und verteidigen ihr Revier gegen Eindringlinge.

Ein "gesunder" Gartenteich profitiert vom natürlichen Zusammenspiel von Pflanzen und Tieren. "Befinden sich die biologischen und chemischen Verhältnisse im Lot, dann stehen für die Jungfische genügend wasserlebende Kleinstlebewesen und Pflanzen als Nahrung zur Verfügung", erklärt Gebhardt. Die regelmäßige Fütterung vom Gartenteichbesitzer lassen sich die Tiere trotzdem nicht entgehen. Der Zoofachhandel bietet hierfür eine Vielzahl geeigneter Futtermittel an. Die Fischfütterung am Gartenteich ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie. Denn wenn der kleine Fischschwarm an der Wasseroberfläche nach Nahrung schnappt, können Kinder und Erwachsene spannende Beobachtungen machen.

Anders als im Aquarium müssen sich Zierfischfreunde in der Regel keine Gedanken machen, dass das Biotop durch zu viel Nachwuchs überbevölkert wird. Zum einen fressen die im Teich befindlichen ausgewachsenen Tiere häufig die Brut anderer Fische. Darüber hinaus laben sich auch die im Wasser lebenden Larven von Libellen und Wasserkäfern sowie erwachsene Wasserkäfer oder Frösche an den Eiern.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).