Fr, 20. Oktober 2017

Streit verschärft

03.09.2012 08:35

Apple nimmt jetzt auch Samsungs Galaxy S3 ins Visier

Eine Woche nach seinem Erfolg im Patenstreit mit Samsung nimmt Apple weitere Produkte seines südkoreanischen Rivalen ins Visier. Der US-Technologiekonzern strengte am Freitag vor einem Gericht in San Jose im Bundesstaat Kalifornien ein neues Verfahren an, da nach seiner Auffassung bei vier zusätzlichen Samsung-Geräten, darunter das Smartphone Galaxy S III und das Tablet Galaxy Note 10.1, Patentverstöße vorliegen.

Dasselbe Gericht hatte Samsung erst vor einer Woche zu einer Strafe von mehr als einer Milliarde Dollar verurteilt, weil der südkoreanische Konzern Apple-Patente für Smartphones und Tablets verletzt habe. Apple fügte seiner Klage nun vier weitere Samsung-Produkte hinzu, bei denen nach Auffassung des US-Konzerns ebenfalls Apple-Patente verletzt wurden.

"Überschwemmt Markt weiter mit Kopien"
Das Galaxy S3 (im Bild rechts) und das Galaxy Note 10.1 hatte Samsung erst Mitte August in den USA auf den Markt gebracht. Apple begründete die neue Klage damit, dass Samsung trotz des ersten Prozesses und der Verurteilung in der vergangenen Woche "den Markt weiterhin mit kopierten Produkten überschwemmt". Dadurch entstünden Apple "irreparable Schäden".

"Anstatt eigene Technik und einen einzigartigen Stil für seine Smartphones und Tablet-Computer zu entwickeln, hat sich Samsung entschieden, Apples Technologie, Schnittstellen und innovativen Stil zu kopieren", hieß es in einer Apple-Mitteilung.

Samsung: "Apple soll sich dem Wettbewerb stellen"
Am Wochenende holte Samsung dann zum verbalen Gegenschlag aus. "Apple zieht es weiterhin vor, Rechtsstreitigkeiten auszufechten statt sich dem Wettbewerb zu stellen", meinten die Südkoreaner in ihrer Stellungnahme. Apple schränke mit seinem Verhalten die Auswahl für die Konsumenten ein.

Die beiden rivalisierenden Unternehmen tragen ihren Patentstreit in zahlreichen Ländern der Welt aus. Die Gerichte kommen dabei zu unterschiedlichen Urteilen. Während Samsung in Kalifornien eine Niederlage einfuhr, erzielte der Konzern erst am vergangenen Freitag einen Erfolg in Japan. Ein Bezirksgericht in Tokio wies dabei den Vorwurf Apples zurück, sein Mitbewerber habe seine Technologie für eigene Produkte kopiert (siehe Infobox).

Angeblich Kinderarbeit in Samsung-Fabriken
Samsung sieht sich indes mit Vorwürfen von Kinderarbeit in seinen chinesischen Fabriken konfrontiert. Der "Spiegel" berichtete unter Berufung auf einen Report der in New York ansässigen Nichtregierungsorganisation China Labor Watch über diverse Missstände in sechs firmeneigenen Samsung-Fabriken in China. In drei der untersuchten Fabriken soll demnach sogar Kinderarbeit weit verbreitet sein (siehe Infobox).

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