Sa, 25. November 2017

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31.08.2012 15:51

Experten enttarnen mobilen „Super-Trojaner“

Eigentlich sollte der von einer deutschen Firma entwickelte Staatstrojaner "FinFisher" unterschiedlichen Staaten als Spionage-Software dienen, um derart via Internet die "Handys ihrer Feinde" überwachen zu können. Nun dürften jedoch Cyberkriminelle den kommerziellen Trojaner gestohlen, umprogrammiert - und damit Zigtausende Smartphones infiziert haben.

Der Staatstrojaner "FinFisher" wurde unter anderem eingesetzt, um Aktivisten während der Unruhen in Bahrain zu überwachen. Doch nun konnten Sicherheitsexperten der Universität Toronto eine mobile Version dieser Spionagesoftware enttarnen. Und das geht quasi jeden Smartphone-Besitzer an. Denn: Ist sie auf seinem Betriebssystem installiert (betroffen sind offenbar iOS, Android, BlackBerry, Windows Mobile und Symbian), ist es möglich, ein Handy total zu überwachen.

Aaron Kaplan von CERT Austria: "Sämtliche Telefonate und SMS, GPS-Daten, gespeicherte Fotos – nichts ist dann mehr geheim." Zwar seien in der Vergangenheit schon etliche Schadprogramme auf den Android-Markt eingeschleust worden, aber dass eine ruinöse Malware auf alle Plattformen übergreifen kann, damit hätten die Netz-Attacken eine neue Dimension erreicht. Und wie kann sich der User künftig schützen? "Eigene Antiviren-Software aktuell halten, Updates immer zeitgerecht einspielen und nicht jede App ungeschaut installieren", so Kaplan.

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