So, 19. November 2017

In Hallstatt

13.08.2012 14:30

2.500 Jahre altes Bronze-Gefäß wird in OÖ ausgestellt

Im Rahmen der Veranstaltung "Archäologie am Berg" am kommenden Wochenende am Hallstätter Salzberg in Oberösterreich können Besucher erstmals rund 2.500 Jahre alten Funde aus der Keltenzeit, unter ihnen ein besonderes Schöpfgefäß (Bild), bewundern. Ihre Restaurierung dauerte zwei Jahre, wie das Naturhistorische Museum Wien, das die Ausgrabungen in Hallstatt durchführt, in einer Presseaussendung am Montag bekannt gab.

In Hallstatt wurde 1846 - also vor mehr als 150 Jahren - ein Gräberfeld entdeckt, das in das erste Jahrtausend vor Christus datiert wurde. Zusammen mit Abbauspuren im Berg ist es der Beweis dafür, dass schon zu prähistorischen Zeiten in Hallstatt Salz gewonnen wurde.

Es wurde damals bis nach Nordeuropa exportiert und brachte seinen Produzenten besonderen Reichtum, was sich auch an besonders ausgestalteten Fundstücken ablesen lässt. Die wertvollen Spuren aus der Keltenzeit im Salzkammergut bewirkten, dass diese Epoche der europäischen Urgeschichte von der Fachwelt die Bezeichnung "Hallstatt-Kultur" erhielt.

Zwei Jahre lang restauriert
Die nunmehr präsentierten Funde stammen aus dem Grab 98 des Hallstätter Gräberfelds. Die Bronze- und Keramikgefäße befanden sich in schlechtem Erhaltungszustand. Deshalb erforderten die Restaurierungsarbeiten der Prähistorischen Abteilung des NHM und ihrer Kollegen des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz zwei Jahre.

Die Archäologen beeindruckt besonders ein Schöpfgefäß aus Bronze mit einem Griff in Form einer Kuh mit nachgestelltem Kalb. Es stammt aus dem 6. bis 5. Jahrhundert vor Christus und weist zahlreiche kunstvolle Ornamente und Symbole auf. Das außergewöhnliche Objekt wird ab September 2014 im neuen Hallstatt-Saal des NHM gezeigt.

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