Di, 21. November 2017

Maggies Kolumne

10.08.2012 16:28

Weltkatzentag

Am 8. August war Weltkatzentag. Um ehrlich zu sein habe bis vor wenigen Tagen auch nicht gewusst, dass es diesen Tag gibt. Aber man muss Gelegenheiten nützen, um Missstände und Probleme zu thematisieren!

Der größte Jammer bei den Katzen ist das leidige Thema der Kastration. Das Tierschutzgesetz fordert diese für alle Stubentiger mit Freigang. Doch die wenigsten Tierbesitzer halten sich daran. Was auch kein Wunder ist, denn die Kontrollen sind mehr als dürftig. Jedes Jahr werden Tausende kleiner Kätzchen erschlagen, ertränkt, in Mülltonnen entsorgt oder im besten Fall noch in einem Tierheim abgegeben. Die Lösung dieses Elends? Kastration!

Das sehen aber nicht alle so. Frau Maria K. aus Vorderstoder schrieb an die "Krone", mit der Bitte man solle doch gegen dieses unsinnige Gesetz vorgehen (nachdem sie vom Tierschutzombudsmann Dieter Deutsch aufgefordert wurde ihre Tiere operieren zu lassen). Bei einem Telefonat ließ sie mich wissen, dass sie Angst habe, das dies zur Ausrottung der Hauskatze führen würde...! Als ich sie darüber aufklärte, dass man die Bestände reduzieren müsse, weil die Anzahl der streunenden Tiere steigt, meinte sie nur, dass sie sich durch Krankheiten, Füchse und Autos schon wieder dezimieren würden.

Solche unsinnigen Aussagen, und das von einer Bio-Bäuerin, hätte ich mir nicht erwartet. Doch in ihrem Schreiben an den Tierschutzombudsmann fand ich des Rätsels Lösung. Frau K. ging es nicht um den Schutz der Katzen. Nein! Frau K. geht es um ihre Bauernhofgäste. Zitat: "Mit der Kastration der Katzen würden wir ein sehr wichtiges Urlaubsangebot verlieren." Weil doch die Kätzchen Kinder anlocken würden...

Ein wahrer Katzenjammer, wenn Kätzchen schon als "Gästelockmittel" benützt werden!

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