Mo, 11. Dezember 2017

Kritik an Behörde

10.08.2012 11:06

"Vier Pfoten" orten "Animal Hoarding" im Burgenland

Einen Fall von "Animal Hoarding" ortet die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" im Südburgenland: In einem Bauernhaus im Bezirk Jennersdorf würden nach Angaben der Tierschützer von einer Züchterin rund 25 Hunde unter "katastrophalen Zuständen" gehalten. Seitens der Veterinärbehörde sah man vorerst aber keinen Anlass, einzugreifen und die Tiere wegzubringen.

"Wir waren schockiert über die hygienischen Zustände auf diesem Hof", so Christina Bielowski von den "Vier Pfoten": "Der Lärm, wenn man zum Haus kommt, ist fast nicht auszuhalten. Man hört, das ganze Haus ist voller Hunde. Man sieht auch an den Fenstern überall Hunde sitzen."

Der Hof sei verdreckt, "überall befindet sich Sperrmüll". Die Vierbeiner müssten quasi "im eigenen Kot und Urin in dem Haus leben". "Für uns liegt ganz klar eine Situation von Gefahr im Verzug vor", so Bielowski: "Die Behörden müssen hier tätig werden."

Veterinärbehörde will vorerst nicht eingreifen
Seitens der Veterinärbehörde sah man vorerst aber keinen Anlass, einzugreifen und die Tiere wegzubringen. "Es ist nicht so schlimm, wie es angekündigt wurde", schilderte Amtstierarzt Roland Petz, der sich an Ort und Stelle ein Bild gemacht hatte. Erste Anordnungen seien bereits getroffen, "ein Teil ist schon gemacht, und der Rest ist auch lösbar". Es handle sich eher um eine menschliche als um eine tierische Tragödie, meinte der Veterinär. Kommende Woche soll es eine Begehung mit der Tierschutzombudsfrau des Landes geben.

"Vier Pfoten" kritisieren Fazit des Amtstierarztes
Die "Vier Pfoten" kritisieren, dass der Amtstierarzt keinen unmittelbaren Handlungsbedarf gesehen habe, und fordern, der Züchterin sofort die Lizenz zu entziehen. "Animal Hoarding ist ein großes Problem", so Bielowski: "Die Menschen, die es betrifft, nehmen die Realität sehr oft nicht mehr so genau wahr. Denen ist oft gar nicht genau bewusst, unter was für Umständen ihre Tiere wirklich leben."

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