Do, 14. Dezember 2017

'Denkt noch mal nach'

07.08.2012 11:48

Acer schimpft über Surface und droht Microsoft

Dass Microsoft sich mit dem Surface-Tablet bei seinen Hardware-Partnern keine Freunde gemacht hat, hatte Acer schon kurz nach der Präsentation im Juni kundgetan. Nun hat Acer-Chef J.T. Wang nachgelegt. Sein Unternehmen habe Microsoft vor negativen Auswirkungen auf den Markt gewarnt. Campbell Kan, eine weitere Führungsfigur bei Acer, drohte dem Software-Riesen gar unterschwellig: Man überlege, Alternativen zu Microsoft zu finden.

Gegenüber der "Financial Times" beschrieb Wang die Gespräche, die sein taiwanesisches Unternehmen mit Microsoft führte. "Wir sagten: 'Denkt noch mal nach. Überlegt euch das gründlich. Es wird riesige negative Auswirkungen für das Ökosystem haben, und andere Marken könnten eine negative Reaktion haben. Das ist nichts, in dem ihr gut seid, also überlegt euch das gut.'"

Kan, der bei Acer für das weltweite PC-Geschäft zuständig ist, gab im Interview an, im Unternehmen sei diskutiert worden, wie man auf Surface reagieren solle. "Wenn Microsoft ins Hardware-Business einsteigt, was sollen wir machen? Sollen wir uns weiterhin auf Microsoft verlassen oder sollen wir Alternativen finden?", so Kan. Microsoft konkurriert mit dem Surface unter anderem mit Acers Windows-8-Tablets Iconia W510 und W700 (Bild).

Nicht die erste Acer-Attacke auf Surface
Nur zwei Tage nach der Surface-Präsentation im Juni hatte sich schon Acer-Gründer Stan Shih kritisch zu Microsofts Plänen geäußert. Er glaube nicht, dass der Software-Riese langfristig ein eigenes Tablet verkaufen, sondern nur seinem neuen Betriebssystem Windows 8 zum Durchbruch verhelfen wolle. Danach werde Microsoft keine weiteren Tablets anbieten, orakelte Shih (siehe Infobox).

Industrie fühlt sich von Microsoft verraten
Nicht nur Acer scheint wegen Surface einen Groll gegen Microsoft zu hegen, in der Industrie herrsche ein "Gefühl von Verrat und Treuebruch", berichtete die Nachrichtenagentur Reuters kurz nach der Präsentation des Tablets. Schließlich habe Microsoft seine Partner über Surface im Dunkeln gelassen (siehe Infobox).

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden