Fr, 20. Oktober 2017

Ungeschützt

25.07.2012 10:14

Smartphone-Nutzer vernachlässigen Sicherheit

Viele Smartphone-Besitzer vernachlässigen die Sicherheit ihres Geräts: Fast jeder Zweite (47 Prozent) nutzt nach eigenen Angaben keinen Virenschutz, jeder Fünfte verzichtet komplett auf jegliche Sicherheitsfunktionen, so das Ergebnis einer Verbraucherumfrage des deutschen Hightech-Verbandes Bitkom.

"Smartphones sind keine Handys, Smartphones sind Hochleistungs-Computer, mit denen man auch telefonieren kann", mahnte Bitkom-Präsident Dieter Kempf per Aussendung. Bei der Nutzung von internetfähigen Smartphones seien der Schutz des Endgeräts und die Sicherheit der gespeicherten daher genauso wichtig wie bei jedem PC auch.

Besonders heikel ist dem Verband zufolge, dass auf den mobilen Alleskönnern häufig nicht nur sensible berufliche Informationen, sondern auch intime private Daten gespeichert sind - von elektronischen Postfächern über Adressbücher bis zu Fotoalben. Zudem hätten die meisten Nutzer den Zugriff auf verschiedene Webservices für Fotos, Musik oder auf Onlineshops eingerichtet. Die Zugriffsdaten und Passwörter für diese Dienste seien ebenfalls auf dem Smartphone gespeichert.

"Das Smartphone wird immer mehr zur technischen Basis für den Identitätsnachweis bei Online-Transaktionen", sagte Kempf. Jeder Smartphone-Besitzer sollte daher zumindest einen Antivirenschutz nutzen sowie Sicherheitsfunktionen wie den standardmäßig angebotenen Zugriffsschutz.

Die Realität schaut derzeit noch anders aus: Nur jeder Sechste (16 Prozent) nutzt der Bitkom-Umfrage zufolge ein Programm, mit dem das Mobiltelefon bei Verlust geortet werden kann. Lediglich jeder Neunte (11 Prozent) hat eine Software installiert, mit dem nach einem Verlust per Fernzugriff alle Daten gelöscht werden können. Ähnlich Wenige (12 Prozent) nutzen auf ihrem Mobiltelefon einen sogenannten Passwort-Safe zur sicheren und zentralen Verwaltung von Zugangscodes.

Darauf sollten Nutzer achten
Der Hightech-Verband empfiehlt, den Zugriff auf das Smartphone grundsätzlich etwa mittels PIN zu schützen, die Sicherheitsfunktionen zu nutzen sowie ein Antivirenprogramm zu installieren. Apps sollten zudem nur aus vertrauenswürdigen Quellen heruntergeladen und Updates für Anwendungen und das Betriebssystems umgehend installiert werden. Eine gesunde Portion Misstrauen sollte ebenfalls an den Tag gelegt werden: "Nicht jeden Anhang öffnen, nicht jedem Link folgen", rät Bitkom.

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