So, 17. Dezember 2017

Erste 'Aktion scharf'

19.07.2012 08:46

Altstadt-Sperre in Sbg: 52 Strafzettel binnen vier Stunden

Die Innenstadt-Sperre hat am Mittwoch erstmals das Geldbörserl derjenigen belastet, die sich nicht an die neue Mittagsregelung zwischen 10 und 14 Uhr hielten: "Keine Genehmigung? 20 Euro bitte", hieß es prompt. Proteste, konsequente Polizisten und chaotische Szenen am Neutor. Nun fordern viele: Die Information muss besser werden.

Mittwoch, kurz nach 10 Uhr: "Bezahlen? Ich will doch nur zur Trapp-Villa", echauffierte sich ein Holländer aus dem Auto heraus. Der Tourist hatte wie Dutzende andere das Fahrverbot zur "Mittagsregelung" vor dem Neutor nicht beachtet und war gerade in die Polizeikontrolle geraten. Ein Deutscher schimpfte wenig später: "Also ich will jetzt nicht sarkastisch werden, aber das hier ist reine Abzocke, ich hab mich nur verfahren."

"Bis 14 Uhr waren es 52 Mandate"
Ein weiterer Autofahrer wollte zum "Vita-Club" nach Salzburg Süd - doch Pech gehabt: Es half kein Schimpfen und keine Ausreden. Zwischen 10 und 14 Uhr ist die Zufahrt für Nichtberechtigte in die Innenstadt bis 16. August gesperrt. Ähnliche Szenen auch am Hanuschplatz: "Bis 14 Uhr waren es 52 Mandate zu 20 Euro, außerdem gab es zwei Anzeigen", sagt Walter Greisberger von der Verkehrspolizei. Eine war fällig, weil ein Uneinsichtiger sich weigerte, die Strafe zu zahlen. 140 Euro darf er nun nachreichen.

Verwirrung durch komplizierte Beschilderung
Erwischt hat es vor allem Deutsche, Lieferanten ohne Genehmigung und Privatlenker, die von der Sperre nichts wussten oder sie bewusst ignorierten. Zu all dem hektischen Treiben – die Hofstallgasse glich einem Autoparkplatz – kam auch noch ein falscher Brandalarm im Festspielhaus dazu. Die Sperre erwischte auch einen, der es wissen müsste: Parkgaragen- und Stadionchef Alfred Denk. Er konnte aber noch rechtzeitig umdrehen.

Der Tenor nach dem ersten "scharfen" Tag: Die komplizierten Tafeln der Sperre sind nicht zu deuten. Die Information, was man nun darf oder nicht, ist mehr als spärlich. Einsatzleiter Greisberger regt Verbesserungen beim Wachdienst an.

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