Fr, 24. November 2017

Krebsleiden erlegen

16.07.2012 21:05

Deep-Purple-Legende Jon Lord gestorben

Jon Lord, Rockmusiker der einstigen englischen Hardrock-Band Deep Purple, ist am Montag im Alter von 71 Jahren in London gestorben. Wie die Betreiber seiner persönlichen Website mitteilten, erlag der Musiker einer Lungenembolie infolge eines Krebsleidens. Lord sei "im Kreise seiner liebenden Familie" in einer Klinik gestorben.

Als virtuoser Hammond-Organist trug Lord maßgeblich zum Erfolg von Deep Purple in den späten 1960er- und frühen 1970er-Jahren bei. "Jon geht aus der Dunkelheit ins Licht", hieß es in einem kurzen Nachruf auf der Homepage.

Titel wie der Hit "Smoke On The Water", der zu den wohl bekanntesten Werken der Rockmusik zählt, oder "Highway Star" prägten das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Zudem trug Jon Lord maßgeblich dazu bei, Rockmusik mit klassischer Musik zu versöhnen: Die einstmals "lauteste Band der Welt" trat etwa zusammen mit dem Royal Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall auf, mit einem von Jon Lord verfassten Werk für Rockband und Orchester.

Deep Purple verkauften 120 Millionen Alben
Die im April 1968 gegründete Band Deep Purple, deren Stil vom Klang der Hammond-Orgel, markanten Gitarrenriffs, Improvisation und treibender Rhythmusarbeit geprägt war, zählte zu den ersten und einflussreichsten Vertretern des Hard Rock und des Heavy Metal und verkaufte weltweit insgesamt über 120 Millionen Alben.

Lord wurde am 9. Juni 1941 in der englischen Stadt Leicester geboren. Am Klavier der Familie machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen. Anfang der 60er-Jahre tingelte Lord durch die Jazz-Kneipen. Seine erste Band, in der er regelmäßig spielte, war die vom Saxophon dominierte Bill Ashton Combo. Als Keyboarder begleitete er dann eine Reihe weiterer Bands wie die Artwoods, geleitet von Art Wood, dem Bruder des späteren Rolling Stone Ronnie Wood.

Letzter Auftritt mit Deep Purple 2002
Die große Karriere begann dann 1968 mit Deep Purple. Sowohl im Studio als auch auf der Bühne wirkte Jon Lord als kreativer Ideengeber. Daneben nahm er sich auch immer die Zeit für Solo-Werke mit Anleihen bei der klassischen Musik. Zum Ausklang einer wechselvollen Band-Geschichte mit Krisen, Auflösung und Comeback trat Jon Lord am 19. September 2002 in Ipswich zum letzten Mal mit Deep Purple auf.

Aber auch danach setzte sich Jon Lord immer wieder an die Tasten, produzierte weitere Alben oder trat mit Orchesterwerken auf. Noch im vergangenen Jahr war er mit seinem Jon Lord Blues Project zu hören - bis er im August 2011 mitteilte, dass er an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sei.

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