So, 19. November 2017

Nach Protesten

16.07.2012 08:46

Apple macht wieder bei EPEAT-Umweltsiegel mit

Auf Druck seiner Kundschaft kehrt Apple zu einem amerikanischen Umweltsiegel zurück. "Wir haben von vielen loyalen Apple-Kunden gehört, dass sie unglücklich mit der Entscheidung waren, dass wir unsere Produkte aus dem EPEAT-Bewertungssystem herausgenommen haben", schrieb Hardware-Chef Bob Mansfield in einem offenen Brief. "Ich gebe zu, das war ein Fehler."

Der Chef des Umweltsiegels, Robert Frisbee, bestätigte Apples 180-Grad-Wende: "Alle zuvor registrierten Apple-Produkte und eine Zahl neuer Produkte sind zurück im EPEAT-System." Technologieblogs hatten vermutet, dass die neuen MacBooks des Konzerns wegen ihrer kompakten Bauweise die Auflagen zur Recycling-Fähigkeit und einfachen Reparatur nicht mehr erfüllen und Apple deshalb lieber gleich alle Geräte vom Umweltsiegel zurückziehe.

"Unser Engagement, die Umwelt zu schützen, hat sich niemals geändert", versicherte Mansfield. Mit dem Rückzug bei dem von der US-Regierung unterstützen Umweltsiegel hatte sich Apple jedoch den Weg zu zahlreichen staatlichen Aufträge verbaut. Viele Verwaltungen und Schulen verlangen bei Neuanschaffungen, dass ein Gerät die EPEAT-Auflagen erfüllt.

Die Stadt San Francisco hatte bereits damit gedroht, keine Apple-Computer mehr anzuschaffen. Die Entscheidung von Apple erschwere es den Stadtbeamten, künftig Laptops, Bildschirme und Desktop-Computer der Marke Apple zu beziehen, hatte Stadtsprecher Jon Walton am Donnerstag erklärt.

Strom für iCloud zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lobte Apple unterdessen für die Ankündigung, den Strom zur Versorgung seiner iCloud künftig zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen zu wollen. Dies sei eine "große Verbesserung". Dennoch blieben viele Fragen offen, wie das Unternehmen dieses Ziel erreichen wolle. Zwar handle es sich um "grundsätzlich löbliche Bemühungen", derartige Veränderungen in der Energieversorgung seien aber "nicht über Nacht möglich", erklärte Greenpeace.

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