So, 17. Dezember 2017

Kunstsensation in OÖ

14.07.2012 17:42

Lang verschollenes Klimt-Frühwerk in Garage entdeckt

Er hat die Staatsvertrags-Zither von Raab und Figl gerettet, außerdem wertvolle Artefakte der Habsburger - jetzt ist dem Wilhelmsburger Kunstmäzen Josef Renz neuerlich eine spektakuläre Entdeckung gelungen. In einer Garage in Oberösterreich lag unbeachtet ein Frühwerk von Gustav Klimt - aus dessen Wiener Atelier.

Einst zierte der trompetende Putto die Decke des Ateliers von Gustav Klimt in der Sandwirtgasse 8 in Wien-Mariahilf. "Dort war der Maler gleich nach dem Studium mit seinem Bruder Ernst und Franz Matsch eingezogen. Die 'Künstlerkompagnie' lebte hier von 1883 bis 1892", schildert der bekannte Antiquitätenhändler und Kunstmäzen Renz.

Mächtiges Bild musste Lift weichen
Doch dann verwischten sich diese Spuren. Vor einigen Jahren wurde das im Atelier geschaffene Deckengemälde von einem Lift verdrängt. Das mächtige Frühwerk (Durchmesser 170 Zentimeter) verschwand und galt für die Kunstwelt als verschollen. Tatsächlich war es auf verschlungenen Wegen in eine Garage in Oberösterreich gelangt.

Mäzen: "Bin noch am selben Tag losgefahren"
Erst jetzt erkannte der Besitzer den Wert des Deckenfreskos - und alarmierte den ihm bekannten Kunstkenner Renz. Dieser handelte sofort. "Ich bin noch am selben Tag losgefahren, um den Klimt in Sicherheit zu bringen", schildert der Sammler aus dem Herzen Niederösterreichs.

Schon bald soll die Kunstsensation der Öffentlichkeit präsentiert werden. Renz: "Das kostbare Gemälde ist in einem erstaunlich guten Zustand."

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