So, 19. November 2017

Open-Air-Auftritt

14.07.2012 11:04

Alanis Morissette mit Hits und neuen Songs in der Arena

Vier Jahre nach ihrem letzten Auftritt im Gasometer hat die Sängerin Alanis Morissette am Freitagabend in Wien gastiert. In der ausverkauften Arena und mit Songs aus dem neuen Album, das Ende August auf den Markt kommt, im Gepäck. Der Wettergott meinte es gut mit der Kanadierin – der befürchtete Regen blieb aus, ebenso wie musikalische Überraschungen.

Nach einem kurzen Intro des Stücks "I Remain", das sie für den Soundtrack der Verfilmung des Computerspiels "Prince Of Persia" komponiert hatte, erschien Morissette um 20.40 Uhr auf der Bühne und eröffnete ihren einzigen Österreich-Auftritt mit "Woman Down", einem Song von ihrem achten Studio-Album "Havoc And Bright Light". Eine stark psychedelisch angehauchte Fassung von "All I Really Want" samt Mundharmonika-Spiel folgte, wobei sich die 38-Jährige mit ausholenden Schritten wie ein Tier im Käfig stetig von einer Seite der Bühne zur anderen bewegte.

Alte Hits und neue Songs
Nach "You Learn" folgte mit dem poppigen "Guardian" der nächste von insgesamt vier Titeln der neuen Platte. Rund ein Drittel der gespielten Songs stammte aber von der 1995 veröffentlichten und weit über 30 Millionen Mal verkauften Platte "Jagged Little Pill", die Morissette nicht weniger als vier Grammys einbrachte. Kein Wunder also, dass das überwiegend weibliche Publikum die Texte zu Hits "Ironic" oder "You Ought To Know" relativ textsicher mitsingen konnte und etwa "Head Over Feet" aus Hunderten Kehlen in den Nachthimmel klang.

Mit dem neuen Titel "Numb" beendete Morissette nach 80 Minuten das reguläre Set. Bevor sie drei Zugaben spielte, erklärte die 38-Jährige, die zuvor kaum mit dem Publikum kommuniziert hatte, dass Österreich ein besonderer Boden für sie sei. Ihre Mutter, die 1956 aus Ungarn geflüchtet war, sei hier gut aufgenommen worden, bevor sie nach Kanada emigrierte, so Morissette, die anschließend eine großartige Version von "Uninvited", den Hit "Hand In My Pocket" und - passend - "Thank U" zum Besten gab. Dann war endgültig Schluss.

Fazit: So richtig Stimmung kam vor allem bei den alten Songs auf. Der Sound kam - vor allem in der ersten Hälfte des Konzerts - zu basslastig und undifferenziert daher und ließ die Stimme der Kanadierin streckenweise fast untergehen. Erst als der Mann am Mischpult nachbesserte, wurde der Sound etwas klarer.

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