Do, 23. November 2017

Kids und Internet

17.07.2012 10:39

So sind Kinder im Netz sicher unterwegs

PC und Internet sind für viele Kinder von klein an selbstverständlich. Nicht selten kennen sich die Kleinen besser aus als ihre Eltern. Und genau darin liegt eine große Gefahr: Für Eltern wird es immer schwieriger zu kontrollieren, was ihr Nachwuchs online treibt. Wie du für Sicherheit im Umgang mit dem Internet sorgen kannst, erfährst du hier.

Wo lauern die Gefahren?
Leider gibt es einige Fallen, in die dein Kind stolpern kann. Zum einen kann es unbedacht Daten oder Fotos preisgeben und sich so einer Gefahr aussetzen. Zudem besteht die Gefahr, dass dein Kind über Inhalte stolpert, für die es noch zu jung ist oder deren Auswirkungen es nicht abschätzen kann, wie beim kostenpflichtigen Download von Programmen, Klingeltönen usw. Abgesehen davon kann es technische Probleme nach sich ziehen, wenn dein Kind unbedacht Programme herunterlädt, die Viren und Trojaner auf dem Computer installieren.

Ein weiteres Thema ist das Suchtpotenzial, das vom Surfen ausgeht: Chatten mit Freunden, Spielen, Herumsuchen – es besteht die Gefahr, dass dein Kind sich immer mehr in der virtuellen Welt bewegt und die Verbindung zur Realität zeitweise verliert. Du bist als Erziehungsberechtigter somit auf vielen Ebenen gefragt.

Zeitliche Beschränkung
Es ist sinnvoll, den Internetkonsum zeitlich zu begrenzen. Einigt euch auf eine bestimmte Zeit pro Tag, die je nach Alter länger werden kann. Für Kinder im Volksschulalter ist eine halbe Stunde bis eine Stunde mehr als ausreichend.

Anfangs nicht alleine surfen lassen
Gerade bei Kindern im Volksschulalter solltest du beim Surfen dabei sein. Aber auch wenn dein Kind bereits allein zurechtkommt, wirf immer wieder einen Blick auf den Bildschirm, um zu sehen, auf welchen Seiten es sich bewegt. Lass dir erklären, was es machen möchte und besprich mit ihm, wofür das Internet in Ordnung ist und wofür nicht: Recherche für die Schule, Lernspiele, aber durchaus auch das Chatten in altersadäquaten Umgebungen können zugelassen werden. Es gibt viele spezielle Webseiten für Kinder, deren Informationsangebot kindgerecht aufbereitet ist und auf Lerneffekte abstellt.

Umgekehrt sollte aber auch klar sein, dass das echte Leben nicht zu kurz kommen darf: Die Hausaufgaben müssen erledigt sein und du solltest andere Hobbys bzw. die Zeit mit Freunden fördern.

Vorsicht!
Ermahne dein Kind zur Vorsicht: Private Daten und Fotos haben im Internet nichts zu suchen! Das Kind sollte Unbekannten niemals seinen Namen und sein Alter verraten. Auch Informationen wie die Adresse oder der Name der Schule sind absolut tabu! Du solltest deinem Kind klarmachen, dass es dich über solche Fragen von Fremden immer sofort informieren soll und auf keinen Fall antworten soll - auch nicht, wenn sie angeblich von einem Gleichaltrigen stammen. Generell ist bei Chats und Foren große Aufmerksamkeit deinerseits gefragt - nur so kannst du dein Kind vor möglicherweise gefährlichen Erwachsenen ebenso schützen wie zum Beispiel vor Cybermobbing durch andere Kinder.

Möchte dein Kind unbedingt in einem sozialen Netzwerk präsent sein, achte auf strengstmögliche Privatsphäre-Einstellungen: Kein Fremder soll die Pinnwand deines Kindes, seine Fotos (am besten keine Bilder hochladen) oder Freundesliste einsehen können. Wenn möglich, beschränke auch die Personengruppe, die deinem Kind Nachrichten schicken kann, sodass es sich online nur innerhalb seines natürlichen Freundeskreises bewegt.

Du solltest deinem Nachwuchs außerdem klarmachen, dass nicht alles, was im Internet zu lesen ist, wahr ist – auch wenn dies manche Seiten vermuten lassen könnten. Zudem sollte die Vorsicht vor vermeintlichen Gratis-Angeboten betont werden.

Infrastruktur
Benutzt dein Kind einen Familien-PC, ist es sinnvoll, einen eigenen Benutzer anzulegen, bei dem du ein Kindersicherungsprogramm installierst. Diese Programme erlauben einerseits, den Zugang zeitlich zu limitieren, blocken aber auch das Aufrufen von nicht kindgerechten Seiten bzw. erlauben den Eltern bestimmte Seiten zu sperren oder umgekehrt, einen Katalog an zulässigen Seiten zu definieren. Unter diesen Rahmenbedingungen ist es gut, wenn dein Kind im gesicherten Umfeld lernt, mit dem Internet als Informations- und Unterhaltungsmedium richtig umzugehen.

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