Mo, 20. November 2017

Mit Faust ins Auge

23.06.2012 18:32

Prügelei in Schule: Achtjähriger ist jetzt fast blind

Der Unterricht war zu Ende und der Spaß konnte beginnen – sollte er aber nicht. In der Garderobe des Horts einer Kremser Privatschule kam es zum vorerst belanglosen Gerangel zwischen ein paar Kindern. Bis ein Bub mit einem einzigen Schlag ins Gesicht niedergestreckt wurde und mit dem Kopf zu Boden krachte. Paul (8) blieb liegen. Die anderen Burschen machten sich aus dem Staub.

Der Volksschüler weiß bis heute nicht, wer der Angreifer war. Klar ist mittlerweile nur, der Bub wurde schwerst verletzt. Der fatale Zwischenfall ereignete sich bereits Anfang Juni. Besonders schlimm: Paul verlor von Tag zu Tag mehr Sehkraft. Er wurde schließlich ins St. Pöltner Spital eingeliefert. Doch sein Zustand sollte sich auch nach seiner Entlassung nicht verbessern – weitere Tage vergingen, erst im Kremser Spital schrillten schließlich die Alarmglocken.

Verdacht auf Schädelbasisbruch
Die niederschmetternde Diagnose: eitrige Gehirnhautentzündung und "Raumforderung im Schädel", wie sie nach Blutungen entstehen kann. Der Achtjährige wurde noch am Freitag ins Wiener AKH überstellt – Verdacht auf Schädelbasisbruch! "Mir geht es nur darum, dass mein Sohn wieder ganz in Ordnung kommt", sagt sein Vater im "Krone"-Gespräch.

Unterlassenen Aufsichtspflicht im Hort?
Anzeige hat er jetzt trotzdem erstattet. Denn ganz so will und kann er die Sache nicht auf sich beruhen lassen. Immerhin gehe es um schwere Körperverletzung. Auch der Vorwurf der unterlassenen Aufsichtspflicht im Hort steht im Raum. "Jetzt starten die Ermittlungen", sagt Pauls Papa. Denn die Angreifer aus der Garderobe sind immer noch unbekannt.

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