So, 22. Oktober 2017

Maggies Kolumne

22.06.2012 15:54

Anderes Land – gleiches Problem

Abgemagert bis auf die Knochen und dem Tode nah waren 27 Hundewelpen, die vergangene Woche von der Polizei in Wien gerettet wurden. Tagelang waren die kleinen Racker in einer Garage eingesperrt. Die meisten noch keine acht Wochen alt. Viel zu jung, um von der Mutter getrennt zu sein.

Leider kein Einzelfall. Niemand kann sagen, wie viele Hundebabies täglich nach Österreich gebracht werden, um sie zu verkaufen. Ich gehe davon aus, dass es Hunderte sind. Jede Woche! Denn das Geschäft mit billigen Rassetieren ist lukrativ. Und solange es Menschen gibt, die solche Tiere kaufen, wird das Elend kein Ende finden.

Doch wir sind nicht das einzige Land, das gegen diese besonders skrupellose Form von Tierquälerei zu kämpfen hat. Der Schweizer Tierschutz (STS) hat nun Internetplattformen, auf welchen Tiere angeboten werden, analysiert und dokumentiert. Das Ergebnis: Von 1.377 untersuchten Angeboten konnten lediglich elf Prozent als seriös eingestuft werden! Besonders Modehunde wie Mops, Chihuahua gelten als wahre Verkaufsschlager.

In der Schweiz ist man nun bemüht, mit den Betreibern dieser Internetseiten eine einvernehmliche Lösung zu finden. Sollte dies scheitern, will man auf eine gesetzliche Beschränkung des Online-Tierhandels drängen. Ein durchaus guter Lösungsansatz - allein mir fehlt der Glaube daran, dass er auch funktioniert. Nur wenn sich die Menschen bewusst werden, dass sie mit dem Kauf eines solchen Hundes diese Tierquälerei unterstützen, und nein zu billigen Rassewelpen sagen, werden die Händler aufhören, sie zu "produzieren".

Die 27 geretteten Hündchen hatten Glück im Unglück. Doch die nächste "Internet-Welpenlieferung" ist mit Sicherheit schon unterwegs...

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