Sa, 18. November 2017

Fast immer teurer

18.06.2012 11:36

Test zeigt: Auf Reisepreise im Netz ist kein Verlass

Endlich ist der Sommer da, die Sehnsucht nach Urlaub steigt. Allseits beliebt ist die Suche nach einem Reiseschnäppchen im Internet, helfen sollen dabei zahllose Preisvergleichsseiten. Dabei ist allerdings Vorsicht angesagt, wie nun ein Test zeigt: In 106 von 133 Fällen entpuppte sich die Reise als - zum Teil sogar empfindlich - teurer als angeboten.

Fünf große Internet-Reiseanbieter hat "Computer Bild" für die aktuelle Ausgabe unter die Lupe genommen. Dabei hat das Magazin gleich mehrere, zum Teil sogar verbotene, Maschen entdeckt, die den Reisepreis in die Höhe treiben.

So wurden etwa Reiseversicherungen bei zwei Testkandidaten im Buchungsformular automatisch ausgewählt, der Preis hierfür war aber nicht im Angebot enthalten gewesen. In Deutschland ist dies verboten. Generell gilt es, bei der Reiseversicherung besonders vorsichtig zu sein. Bei Ab-in-den-Urlaub.de nämlich läuft der voreingestellte "Reiseschutz" für stolze 118 Euro pro Jahr so lange weiter, bis der Kunde von sich aus kündigt.

Gebühren allerorten
Ebenfalls ärgerlich für Kunden: Für die Bezahlung per Kreditkarte werden von allen Anbietern Extra-Gebühren erhoben - zwischen 15 Euro Pauschalbetrag und 0,6 bis ein Prozent des Reisepreises. Expedia verlangt selbst für Überweisungen einen Aufschlag von drei Euro.

Steigende Preise ohne Erklärung
Immer wieder sei außerdem aufgefallen, dass die Preise im Lauf des Bestellvorgangs unerwartet steigen, so die Tester - bei Ab-in-den-Urlaub.de etwa seien für den Algarve-Urlaub statt 803 plötzlich 998 Euro verlangt worden. Trotz Hinweisen wie "Achtung - begrenztes Angebot!" sollte man hier nicht vorschnell buchen, raten die Tester.

Am schlechtesten abgeschnitten im Test hat Opodo: Die Reisen kosteten schlussendlich zwischen vier und 57 Prozent mehr als angegeben, bei teuren Angeboten mache das mehrere Hundert Euro aus, so das Fazit. Den höchsten Aufpreis im Test gab es bei Ab-in-den-Urlaub.de: Stolze 627 Euro kamen bei einer einzelnen Buchung dazu.

Einäugig unter den Blinden zum Testsieger
Die besten Preise habe man nicht untersucht, so "Computer Bild", doch bei der Preisstabilität habe Lastminute.de am besten abgeschnitten: Hier habe man keine Tricks bei den Reiseversicherungen festgestellt, und immerhin zwölf von 29 Angeboten hätten keine nachträglichen Erhöhungen enthalten.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden