Fr, 19. Jänner 2018

Wie im Horror-Film

30.06.2005 17:16

Forscher erwecken tote Hunde zum Leben

Seit Jahren träumt die Wissenschaft davon, Tote wieder zum Leben erwecken zu können. Jetzt scheint der erste Schritt in diese Richtung getan: Forscher haben einen Weg gefunden, zumindest Hunde, die Stunden lang wissenschaftlich gesehen tot waren, wieder auferstehen zu lassen! Indes schlagen Österreichs Tierschützer Alarm: Immer mehr Tierversuche in den heimischen Labors!

Wie „Fox News“ berichtete, hätten die Wissenschaftler der Universität von Pittsburgh Dutzende Hunde umgebracht, um sie schlussendlich wieder zum Leben zu erwecken. Dazu wurde das Blut der Hunde durch eine eiskalte Salzlösung ersetzt, die die Körpertemperatur fast bis zum Gefrierpunkt senkte.

Zu diesem Zeitpunkt waren die Hunde wissenschaftlich gesehen tot: Sie atmeten nicht, hatten keinen Herzschlag und auch keine Hirnaktivität. Doch das Gewebe und die Organe wurden konserviert. Danach wurden die Hunde wieder zum Leben erweckt, indem die Salzlösung wieder durch das Blut ersetzt wurde. Außerdem bekamen sie Sauerstoff und per Elektroschocks wurde das Herz in Gang gebracht.

Reanimation nach drei Stunden
Zunächst konnten die Tiere nur innerhalb von zwei Stunden nach Eintreten des Todes reanimiert werden, mittlerweile haben die Forscher diesen Zeitpunkt auf drei Stunden ausgedehnt, indem dem Blut Glukose und mehr Sauerstoff hinzugefügt wurde. Eine Wiederbelebung der toten Hunde nach mehr als drei Stunden ist derzeit aber noch nicht möglich.

Chance für den Menschen?
Manche der Hunde hätten von den Experimenten keine Schäden davongetragen, andere würden nach den Versuchen ernste körperliche wie auch Verhaltensprobleme aufweisen. Trotzdem sind sich die Wissenschaftlich sicher, am richtigen Weg zu sein, um eines Tages auch Menschen wieder beleben zu können. Oder schwer verwundete Soldaten oder Opfer von Stich- oder Schussattentaten quasi innerlich tiefzufrieren, um ihnen ein paar Stunden mehr Zeit zu verschaffen.

"Unvertretbar und grausam"
„Von unserem Standpunkt aus gesehen glauben wir, dass es ein sehr wichtiger Teil der Forschung ist“, zitiert „Fox News“ Patrick Kochanek, den Direktor des „Safar Center für Reanimations-Forschung“ der Universität Pittsburgh. Ganz anders sehen das naturgemäß die Tierschützer, die die Horror-Experimente als unvertretbar, grausam und unmenschlich bezeichneten.

Immer mehr Tierversuche in Österreich
Indes schlagen Österreichs Tierschützer Alarm, weil die Zahl von Tierversuchen im letzten Jahr bei uns sprunghaft angestiegen ist: Insgesamt 187.336 Tiere wurden für Versuche "herangezogen".

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