Sa, 18. November 2017

„Sicher nicht!“

31.05.2012 17:56

Sextäter will Leben mit Fußfessel - Opfer ist empört

Soll ein verurteilter Vergewaltiger seine Haftstrafe statt im Gefängnis mit elektronischer Fußfessel in den eigenen vier Wänden absitzen dürfen? Das inzwischen 22-jährige Opfer eines Ex-Hundeausbilders aus Salzburg weiß darauf eine ganz klare Antwort: "Sicher nicht! Er hat mich fünf Mal missbraucht. Er muss bestraft werden."

Im Ehebett seines Hauses sollen die Missbräuche zwischen 2005 und 2006 stattgefunden haben - genau in jenem Bett, in dem der 2007 verurteilte Täter jetzt seine Strafe "verbüßen" möchte. Denn: Jener Salzburger, der die damals 15-jährige Hundesitterin Sabine K. (Name geändert) sexuell missbrauchte, denkt gar nicht daran, ins Gefängnis zu marschieren. Per Fußfessel will er es sich daheim gemütlich machen.

"Dir glaubt ja eh niemand"
Ein Hohn für das Opfer. "Das Ehepaar wollte mich damals sogar adoptieren, ich habe bei ihnen gewohnt", erklärt die 22-Jährige. Nach der ersten Vergewaltigung durch den Hundesausbilder soll er gesagt haben: "Dir glaubt ja eh niemand." Und so folgten weitere Missbräuche. Ingesamt fünf.

Über den Anwalt erfuhr das Opfer jetzt von den Hausarrest-Plänen ihres Peinigers. "Einer seiner Freunde hat ihn sogar schon offiziell angestellt", erklärt Sabine K. "Ein Vollzeitjob ist eine Voraussetzung für den Erhalt einer Fußfessel." Was sie besonders erzürnt: "Bei der Verhandlung haben sich weitere Opfer gemeldet. So einer gehört ins Gefängnis!"

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