Do, 18. Jänner 2018

EM-Einsatz fraglich

30.05.2012 16:08

Deutschland bangt um verletzten Schweinsteiger

Die EM-Generalprobe wird für die DFB-Auswahl plötzlich zu einer Notfallübung. Die Wadenverletzung von Bastian Schweinsteiger verhindert nicht nur den Einsatz des Mittelfeldchefs beim letzten Testspiel der deutschen Nationalmannschaft am Donnerstag um 20.30 Uhr in Leipzig gegen Israel. Die Blessur sei "ernst", verriet Kapitän Philipp Lahm am Mittwoch vor der Abreise aus dem Trainingslager in Südfrankreich, ein Wettlauf gegen die Zeit bis zum ersten Turnierspiel gegen Portugal hat begonnen.

"Natürlich würde ein Ausfall von Bastian schmerzen", sagte Lahm. Allerdings äußerte der Kapitän wie Teammanager Oliver Bierhoff die Hoffnung, dass Schweinsteiger bis zum Start der Titelmission fit wird. "Der 9. Juni ist der Zeitpunkt, der für uns zählt", erklärte Bierhoff. Und er versuchte zu beruhigen: "Wir sind guter Dinge."

Bis auf Schweinsteiger waren bei der letzten Übungseinheit in Südfrankreich alle Akteure dabei. Wenige Stunden vor der Abreise nach Leipzig ging es energisch zur Sache. Holger Badstuber reagierte unwirsch nach einer Grätsche seines Bayern-Kollegen Thomas Müller. "Dass es im Training mal zur Sache geht, ist ganz normal", meinte Lahm.

Lahm: "Man darf sich von Tests nicht zu viel erwarten"
Auch in der Leipziger Arena soll es zur Sache gehen. Nach dem 3:5 gegen die Schweiz muss gegen Israel bei den Fans wieder EM-Vorfreude entfacht werden. "Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft vor eigenem Publikum nochmal einen starken Auftritt zeigt", sagte Bierhoff. "Man darf von solchen Tests nicht zu viel erwarten, aber natürlich wollen wir gewinnen, ein gutes Spiel abliefern und uns Selbstvertrauen fürs Turnier holen", ergänzte Lahm.

"Die Bayern sind gut drauf"
Zweifel an der mentalen Verfassung der acht Münchner Champions-League-Final-Verlierer versuchte der Kapitän zu zerstreuen: "Wir vom FC Bayern sind heiß darauf, hier erfolgreich Fußball zu spielen. Wir haben weiter hohe Ziele." Die Münchner werden mit Neuer, Boateng, Lahm, Kroos, Müller und Gomez vermutlich die halbe Startelf stellen. "Die Bayern sind gut drauf", sagte Löw nach den letzten Trainingseindrücken.

Wohl auch deswegen schwärmte Teammanager Bierhoff von der Qualität des aktuellen DFB-Teams und forderte zumindest indirekt den Titel. "Seit ich dabei bin, habe ich keine Mannschaft dieser Stärke gesehen. Wir sind weiter als 2010. Aber man muss die Fakten schaffen."

Bierhoff wird so wie Lahm und die in Polen geborenen Teamspieler Lukas Podolski und Miroslav Klose einer DFB-Delegation um Verbandspräsident Wolfgang Niersbach und Löw angehören, die am Freitag die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau besuchen wird. "Wir wollen ein Symbol geben. Auch wenn wir nicht die Generation sind, die verantwortlich ist, wollen wir zeigen, dass wir unsere Geschichte kennen und dafür Verantwortung übernehmen", sagte Lahm.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden