Fr, 20. Oktober 2017

Skandale bleiben

30.05.2012 12:26

Check-in 3 statt Skylink: Flughafen tauft Terminal um

Check-in 3 statt Skylink - der Flughafen Wien wirft den bisher geplanten Namen für den neuen Terminal in Schwechat über Bord. Man trennt sich also von einem durch Skandale und Kostenexplosion rund um die Errichtung des Komplexes angeschlagenen Begriff und ersetzt ihn durch einen neuen, unbelasteten Namen.

Am 5. Juni sollen erstmals Passagiere im neuen Terminalgebäude Check-in 3, bisher bekannt als Skylink, einchecken. Diesen Namen verwendete der Flughafen übrigens erstmals am 23. Mai in einer Aussendung zu den Quartalszahlen.

Ändern werden sich nun auch die Bezeichnungen der bestehenden Check-in-Bereiche, erklärte Flughafensprecher Peter Kleemann am Mittwoch.

Kosten auf das Doppelte angewachsen
Die Eröffnung des Terminals findet mehr als drei Jahre später als ursprünglich geplant statt. Die Baukosten hatten sich von rund 400 Millionen Euro auf fast 800 Millionen Euro verdoppelt. Wegen der Kostenexplosion verloren mehrere Manager ihre Vorstandsposten. Im Dezember 2010 wurden etwa die Verträge von Herbert Kaufmann, Gerhard Schmid und Ernest Gabmann vorzeitig gelöst.

Kaufmann und Schmid erhielten dafür Konsulentenverträge, Gabmann nicht. Letzterer hat seinen ehemaligen Arbeitgeber, die Flughafen Wien AG, auf 573.000 Euro geklagt.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).