Mi, 25. April 2018

Findet Urteil zu hart

30.05.2012 11:13

Fall Cain: Mutter legt Berufung gegen Strafhöhe ein

Die Mutter des getöteten Cain hat nach dem Prozess am vergangenen Donnerstag (siehe Infobox) über ihren Anwalt Berufung gegen die Höhe der Strafe eingelegt - damit ist das Urteil weiterhin nicht rechtskräftig. Die 25-Jährige war von dem Schöffensenat am Landesgericht Feldkirch wegen Quälens und Vernachlässigens Unmündiger zu zwei Jahren Haft, davon acht Monate unbedingt, verurteilt worden.

Die Frau, die sich vor Gericht schuldig bekannte, soll nach Ansicht des Gerichts ihre beiden Kinder im Stich gelassen haben, als diese von ihrem damaligen Lebensgefährten geschlagen wurden. Ihr jüngerer Sohn, der dreijährige Cain, war im Jänner 2011 infolge der Misshandlungen gestorben. Der Freund der Mutter war bereits Ende März 2012 wegen Mordes schuldig gesprochen worden (siehe Infobox).

Der Anwalt der 25-Jährigen, German Bertsch, hatte sich bereits im Vorfeld des Prozesses gegen eine unbedingte Haftstrafe für seine Mandantin ausgesprochen. Sie sollte keinen Tag im Gefängnis verbringen müssen, denn die Frau sei mit dem Tod ihres Kindes gestraft genug, so die Begründung. Das Oberlandesgericht Innsbruck muss nun über eine mögliche Änderung der Strafhöhe entscheiden.

Auch Staatsanwalt beruft
Wie krone.at bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch in Erfahrung bringen konnte, meldete man auch von deren Seite Berufung gegen das Urteil an. Damit könnte die Strafe für die 25-Jährige auch härter ausfallen als in erster Instanz.

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