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01.06.2012 16:40

Sparen mit besseren Zinsen - geht das?

Das Sparbuch ist die liebste Sparform der Österreicher. Beim aktuellen Zinsniveau trägt es diesen Namen jedoch kaum zu Recht. Angesichts von Inflationsraten zwischen 2,5 und drei Prozent wird das Geld auf dem Anlage-Klassiker de facto weniger wert. Wie du jetzt zu besseren Konditionen kommst, erfährst du hier.

Sparbücher stehen bei den Österreichern nach wie vor hoch im Kurs, genauso wie das "Sparen" auf Girokonten. Doch diese beiden Sparformen sind mit Vorsicht zu genießen. Denn die Inflation frisst die knappen Erträge gnadenlos auf und sorgt dafür, dass das mühsam zusammengesparte Geld sogar weniger wert wird.

Geht man von einer Inflationsrate von 2,5 Prozent aus, braucht man ein Sparbuch mit 3,3 Prozent Zinsen pro Jahr, um mit einer glatten Null auszusteigen, was die Kaufkraft angeht. Kommen dann noch versteckte Spesen und Gebühren dazu, wie Kontoführung auf manchen Sparcards, dann muss der Zinssatz noch höher liegen.

Was kann man tun?
Der Vorteil des Kunden ist, dass die Bank Spareinlagen für ihre tägliche Geschäftsgebarung benötigt und ein hohes Volumen an Spareinlagen als ein Indikator für eine solide Grundaufstellung der Bank gesehen wird. Viele Banken versuchen daher, Sparvolumen möglichst zu halten. Es kann sich daher auszahlen, einfach nach einer Sonderkondition zu fragen und bei Nichtgewährung die Bank zu wechseln.

Beträge bündeln
Deine Ausgangslage für die Gewährung einer Sonderkondition ist natürlich dann besser, wenn du größere Beträge bei der Bank gebunden hast. Denn wenn ein größerer Abfluss an Spargeldern zu befürchten ist, haben die meisten Banken einen zusätzlichen Gestaltungsspielraum bei den Konditionen.

Aktionen abwarten
Viele Banken sind dazu übergegangen, kurzfristige Sonderaktionen anzubieten. Meist sind diese so gestaltet, dass für einige wenige Tage bis Wochen eine Kondition über den auf den Markt üblichen Bedingungen angeboten wird, um speziell für Neukunden attraktiv zu sein. Um von diesen Konditionen zu erfahren, solltest du bereits einige Wochen vor Ablauf deines aktuellen Sparguthabens bzw. vor dem gewünschten Veranlagungszeitpunkt die Homepages der Banken beobachten oder in den für dich in Frage kommenden Banken nachfragen, ob Aktionen geplant sind.

Kombiaktionen
Manchmal werden auf für Mehrproduktinhaber Sonderkonditionen angeboten. Banken locken mit Gratiskonten, die für einige Monate von der Kontoführung befreit sind, und bieten im Verbund damit ein günstiges Anlagekonto oder ein Sparbuch mit Sonderkondition an. Auch hier gilt die Devise: Nachfragen oder im Web recherchieren.

Sparkonten eignen sich somit aktuell zum Parken eines Notgroschens oder des Angesparten für eine geplante Ausgabe in den nächsten drei bis fünf Jahren. Der Bankenrechner der Arbeiterkammer zeigt einen Vergleich über die tagesaktuellen Konditionen ausgewählter österreichischer Banken.

Willst du dein Geld jedoch wirklich für dich arbeiten lassen, dann solltest du andere Möglichkeiten in Betracht ziehen, wie etwa konservative Wertpapiere. Wenn längere Laufzeiten für dich in Ordnung sind, ist auch Versicherungssparen eine gute Alternative, da du hier die steuerliche Belastung reduzieren kannst.

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