Mo, 23. April 2018

Marktwert ermitteln

23.05.2012 15:27

Webdienst verrät: So groß ist dein Einfluss im Netz

Ob Facebook, Twitter oder Google+: Wer etwas auf sich hält und keine gesellschaftliche Ausgrenzung riskieren möchte, teilt sich seiner Außenwelt immer öfter über soziale Netzwerke mit. Je mehr Freunde und Follower, desto besser. Doch wie groß ist der Einfluss, den man mit seinen Kommentaren, Pinnwand-Einträgen und Tweets auf das Netz hat, wirklich? Der Webdienst Klout verrät es und ermittelt den eigenen Marktwert im Web.

Wer sich über Facebook und Co. mitteilt, der möchte, dass das Gesagte bzw. Geschriebene auch Gehör und vor allem Gefallen findet. Doch nicht jeder Kommentar stößt bei anderen Nutzern auch auf Interesse. Bleiben die "Gefällt mir" und "+1" aus, ist dies ein sicheres Indiz dafür, dass der eigene Einfluss auf das Netz geringer ausfällt als erhofft.

Wie es um den Marktwert eines jeden von uns im Web bestellt ist, will der kostenlose Webdienst Klout wissen. Er errechnet anhand von Parametern wie der Freundesanzahl, Reaktionen auf Beiträge und der eigenen Aktivität in sozialen Netzwerken den Einfluss auf die Internetgemeinde. Das Ergebnis, der sogenannte Klout-Score, gibt auf einer Skala von eins bis 100 Aufschluss darüber, ob die eigenen virtuellen Ergüsse auf Interesse stoßen oder nicht. Durchschnitt ist laut Klout ein Score von 20.

Um den eigenen Score zu ermitteln, genügt es, sich über die Klout-Website mit seinem Facebook- oder Twitter-Profil anzumelden. Weitere Netzwerke wie Google+, YouTube, Flickr oder Foursquare lassen sich anschließend hinzufügen. Wichtig: Auch wenn Klout verspricht, mit den ausgewerteten Daten verantwortungsvoll umzugehen und diese nicht an Dritte weiterzugeben, sollten Nutzer bedenken, dass sie dem Dienst vollen Zugriff auf ihre Profile einräumen.

Kein Job wegen zu niedrigem Klout-Score
Wie aussagekräftig der Klout-Score wirklich ist, sei dahingestellt. In den USA, wo sich der Dienst bereits größerer Beliebtheit erfreut, scheint man dem errechneten Wert jedoch durchaus Bedeutung beizumessen. So berichtet das US-Magazin "Wired" etwa von einem Bewerber, der aufgrund eines niedrigen Klout-Scores nicht eingestellt wurde.

Der Unternehmenssoftwareriese Salesforce.com wiederum bietet einen Service, der den Klout-Score von twitternden Kunden überwacht, die Wünsche oder Beschwerden an Unternehmen richten. Abhängig vom jeweiligen Klout-Score reagieren diese dann etwa unterschiedlich schnell auf Anfragen, was Klout in den USA bereits teils heftige Kritik eingebracht hat.

Hierzulande, wo Internetnutzer noch nicht aufgrund ihres Klout-Scores von Unternehmen abgestempelt werden, ist man wohl ganz gut beraten, dem virtuellen Rating keine zu große Bedeutung beizumessen. Ein niedriger Score ist jedenfalls noch kein Grund zum Verzweifeln - schließlich kann es auch von Vorteil sein, nicht zu allem und jedem im Internet seinen Senf abzugeben.

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