So, 22. April 2018

Mitten in der Nacht

22.05.2012 11:36

Bulgarien: Beben der Stärke 5,9 nahe Sofia sorgt für Panik

Bulgarien ist am frühen Dienstagmorgen von einem heftigen Erdbeben der Stärke 5,9 auf der Richterskala erschüttert worden. Das Epizentrum habe etwa 25 Kilometer südwestlich von Sofia bei der Kleinstadt Pernik gelegen, hieß es vom bulgarischen Geologieinstitut. Zahlreiche Bewohner rannten in Panik auf die Straßen. Nach dem Hauptbeben folgten mehrere teils heftige Nachbeben. Laut den Behörden liegen keine Meldungen über mögliche Todesopfer oder Verletzte vor.

Das Erdbeben sei im gesamten Westen und Südwesten des Landes zu spüren gewesen. Über größere Schäden oder Opfer habe es keine Berichte gegeben, sagte Innenminister Zwetan Zwetanow am frühen Dienstagmorgen in Sofia. Zwar sei eine Frau an Herzversagen gestorben, ob dies jedoch auf das Beben zurückzuführen ist, sei unklar. An einigen Gebäuden in Sofia hätten sich jedoch Risse gebildet, außerdem seien mehrere Fenster geborsten und Schornsteine eingestürzt.

Notstand ausgerufen
Der Minister erklärte, die Behörden hätten in der Stadt Pernik in der Nähe des Epizentrums den Notstand ausgerufen und einen Krisenstab eingerichtet. Zusätzliche Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften seien in das betroffene Gebiet entsandt worden. Aufgrund des Notstands schlossen in Pernik alle Behörden und Schulen. Die Ausrufung des Notstands hat auch zur Folge, dass die Schäden mit staatlichen Mitteln repariert werden können.

Die Menschen in der Hauptstadt wurden von dem Beben um kurz nach 3 Uhr Ortszeit (2 Uhr MESZ) aus dem Schlaf gerissen. Gegenstände seien von Wänden und aus Regalen auf den Boden gefallen, berichtete Augenzeugen. Vielfach seien die Menschen trotz starken Regens nur leicht bekleidet und in Panik aus ihren Häusern ins Freie gestürmt. Mehrere Personen wurden wegen Nervenzusammenbrüchen oder leichteren Verletzungen ärztlich behandelt. Zeitweise fielen Strom und Internet aus.

Obwohl Bulgarien in einem Erdbebengebiet liegt, sind starke Erdstöße dort eher selten. Vor knapp drei Jahren war die im Osten des Landes gelegene Schwarzmeerregion von einem Beben der Stärke 4,7 erschüttert worden. Das Epizentrum lag damals im benachbarten Rumänien.

Parallelen zu Norditalien
Am Wochenende hatte ein Erdbeben der Stärke 6,0 im Norden Italiens sieben Todesopfer und über 50 Verletzte gefordert. Etwa 4.500 Menschen wurden obdachlos (siehe Infobox). Nach Angaben des bulgarischen Seismologischen Instituts gibt es aber keinen Zusammenhang zwischen den Beben in beiden Ländern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Für den Newsletter anmelden