Mo, 22. Jänner 2018

In 399 km Höhe

17.05.2012 08:25

Russische Sojus-Kapsel dockt an der Raumstation ISS an

Fast sieben Wochen später als geplant sind am Donnerstag zwei Russen und ein Amerikaner mit einer Sojus-Raumkapsel an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Wie die Flugleitung mitteilte, erfolgte das Manöver gegen 6.37 Uhr MESZ in einer Rekordhöhe von 399 Kilometern. Den Rekord hielt bis dato ein Raumschiff, das 2001 in 393 Kilometern Höhe an der ISS angedockt war.

Die Sojus TMA-04M war wegen technischer Probleme mit fast sieben Wochen Verspätung am Dienstag vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur gestartet (Bericht in der Infobox). Experten sprechen von einer "historischen Mission", weil die nun insgesamt sechs Raumfahrer an Bord der ISS den ersten privaten US-Raumtransporter "Dragon" in Empfang nehmen sollen, dessen Start für den 19. Mai geplant ist.

An Bord der neuen Sojus waren die beiden Kosmonauten Gennadi Padalka (53) und Sergej Rewin (46) sowie der NASA-Astronaut Joseph Acaba. Für Letzteren war die Ankunft auf der ISS zugleich ein besonderes Geburtstagsgeschenk. Er wurde 45 Jahre alt.

Raumstation ISS wieder auf Sollstärke
Die drei Männer bleiben nach offiziellen russischen Angaben viereinhalb Monate auf dem Außenposten der Menschheit im All. Dort halten außerdem seit Dezember vorigen Jahres der Kosmonaut Oleg Kononenko, der Astronaut Donald Pettit und der niederländische Raumfahrer Andre Kuipers Wache. Die ISS kommt damit vorläufig wieder auf ihre sechsköpfige Sollstärke.

Die neue Langzeitbesatzung hatte eigentlich schon am 30. März starten sollen. Ursache der Verzögerung war nach russischen Angaben aber ein Defekt an der Landekapsel.

Rund 200 Experimente geplant
In den kommenden Monaten sind an Bord der ISS rund 200 Experimente geplant, darunter auch zur Frage des auffälligen Kalziumabbaus in den Knochen von Menschen während des Aufenthalts im Weltraum.

Wichtigste Aufgabe des Teams ist es, das der privaten Raumkapsel "Dragon" an die Raumstation zu überwachen. Der Transporter des US-Unternehmens soll bei seinem ersten Flug 521 Kilogramm Fracht liefern und drei Wochen später 660 Kilogramm Ladung wieder mit zur Erde zurücknehmen. Langfristig soll die Kapsel auch Menschen ins All befördern.

Seit dem Ende des US-Shuttle-Programms ist Russland derzeit die einzige Nation, die Menschen zur ISS transportieren kann. Erst 2015 soll wieder ein US-Raumschiff einsatzbereit sein.

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