Do, 23. November 2017

Ebbe und Flut

17.09.2014 18:32

So einfach ist der Wasserwechsel im Aquarium

Trübes Wasser hinter algenbewachsenen Scheiben statt eines klaren Ausblicks auf die munter umher schwimmenden Fische – diesen Anblick möchte kein Aquarianer erleben. Damit Zierfischfreunde die faszinierende Aquarienwelt ungetrübt genießen können, ist es wichtig, regelmäßig einen Wasserwechsel durchzuführen. Dabei wird belastetes Wasser durch Frischwasser ersetzt, um Schmutzpartikel zu entfernen und das biologische Gleichgewicht im Aquarium zu erhalten. Wichtig ist, dass bei einem Wasserwechsel nicht das komplette Wasser, sondern nur etwa ein Drittel ausgetauscht werden sollte.

"Ein kompletter Wasserwechsel hat zur Folge, dass sich die vorhandenen Mikroorganismen, die in einem sogenannten eingefahrenen Aquarium Lebensgrundlage für Fische und Pflanzen sind, jedes Mal neu stabilisieren müssten", erklärt Günther Reichert, Aquarienexperte und Vizepräsident des Verbands Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. (VDA). "Ein Wasserwechsel in kleineren Mengen und kürzeren Abständen empfiehlt sich daher eher."

Damit der Wasserwechsel einfach und schnell gelingt, benötigen Aquarienbesitzer einen Aquarienschlauch und je nach Aquariengröße mehrere Eimer. Um das Ansaugen des Wassers zu erleichtern, kann ein Schlauch mit Ansaugvorrichtung verwendet werden, der im Zoofachhandel erhältlich ist. Aus hygienischen Gründen sollte das Wasser nicht mit dem Mund angesaugt werden. Um das Altwasser aus dem Aquarium zu entfernen, wird ein Ende des Schlauches in einen Eimer gehalten und das andere Ende in das Aquarium. Ein Bodengrundreiniger an diesem Ende des Schlauchs entfernt beim Wasserwechsel gleichzeitig den Mulm vom Bodengrund.

Wenn das Wasser abgesaugt ist, wird das Aquarium wieder mit Leitungswasser aufgefüllt. Vorher sollten Aquarianer auf jeden Fall die Wasserwerte wie den ph-Wert und die Temperatur des Leitungswassers messen, die um maximal zwei Grad von der Temperatur des Aquarienwassers abweichen darf. Schlechte Wasserwerte können mit einem Wasseraufbereitungsmittel aus dem Zoofachhandel korrigiert werden.

Zusätzlich sollten dem neuen Wasser biologische Reinigungsbakterien zugesetzt werden, da durch den Wasserwechsel viele nützliche Bakterien entfernt werden. Anschließend kann das frische Wasser ganz einfach mit einem Eimer, einer Gießkanne oder einem Schlauch in das Aquarium gefüllt werden. Je nach Beckengröße und Besatz des Aquariums sollte ein Wasserwechsel alle sieben bis ca. 21 Tage erfolgen.

Übrigens: Das abgepumpte Wasser aus dem Aquarium muss nicht unbedingt im Abfluss landen, sondern eignet sich auch hervorragend für die Pflege von Zierpflanzen, weiß Experte Günther Reichert: "Altwasser aus dem Aquarium ist ein idealer Blumendünger." Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass keine Reste von Heilmitteln im Wasser enthalten sind, da diese die Pflanzen schädigen können.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).