So, 19. November 2017

Über Google-Shop

16.05.2012 10:59

Android 5.0 soll auf mehreren Geräten gleichzeitig starten

Es hat schon Tradition: Erscheint eine neue Version von Googles mobilem Betriebssystem Android, wird diese zunächst nur für ein Gerät freigegeben - alle anderen müssen warten. Mit Android 5.0, genannt "Jelly Bean", soll damit nun Schluss sein. Mehrere Nexus-Geräte von fünf Herstellern sollen die Software zum Start erhalten, verkauft werden sollen sie vor allem direkt von Google.

Bisher setzte Google auf die Taktik, zuerst ein neues Smartphone und/oder Tablet mit der neuesten Android-Version auf den Markt zu bringen, quasi als Vorbild für die nachfolgenden Geräte.

Diese erste Hardware wurde bisher über bestimmte Mobilfunkanbieter vertrieben, doch auch diesen exklusiven Vertriebsweg möchte Google nun zu Grabe tragen und die Geräte stattdessen auch direkt anbieten, wie das "Wall Street Journal" berichtet.

Google will entsperrte Geräte direkt verkaufen
Fünf Hersteller seien an der Herstellung von "Nexus"-Smartphones- und Tablets mit Android 5.0 beteiligt, heißt es weiter: Samsung, HTC, Sony, Asus und Motorola. Die Geräte sollen entsperrt und ohne Mobilfunkvertrag über Googles Website erhältlich sein. Wann "Jelly Bean" erscheint, ist noch nicht bekannt, erwartet wird Herbst bis Winter 2012.

Konzern will Kontrolle über Android zurück
All diese Bemühungen sollen Google die Kontrolle über Android zurückgeben, heißt es, denn jeder Mobilfunkanbieter nimmt Änderungen am Betriebssystem vor. So gibt es in Wahrheit kein uniformes Android, sondern viele verschiedene Versionen - was dazu führt, dass nicht jede für Android programmierte App auch tatsächlich auf allen Geräten läuft. Zudem blockieren manche Mobilfunkanbieter bestimmte Apps, zum Beispiel das Google-Bezahlsystem "Wallet", oder warten lange Zeit mit Android-Upgrades - auch das ist dem Internetriesen ein Dorn im Auge.

Google könnte mit dem neuen Weg auch Bedenken über seinen Motorola-Kauf ausräumen. Andere Smartphone-Hersteller hatten befürchtet, Google werde Motorola künftig bevorzugt behandeln und neue Android-Versionen nur mit Verzögerung an andere weitergeben. Eine Stellungnahme Googles zum Bericht gab es vorerst nicht.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden