Sa, 25. November 2017

Preisabsprachen

16.05.2012 09:11

Apple muss wegen E-Books in den USA vor Gericht

Apple wird sich zusammen mit fünf Buchverlagen wegen Preisabsprachen im E-Book-Geschäft vor Gericht verantworten müssen. US-Richterin Denise Cote lehnte am Dienstag einen gemeinsamen Antrag des iPhone- und iPad-Herstellers und der anderen betroffenen Unternehmen ab, die Sammelklage fallen zu lassen.

Cote begründete ihre Entscheidung damit, dass - sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten - die Parteien gegen das Gesetz verstoßen hätten.

Die Angeklagten sind beschuldigt, sich vor zwei Jahren bei Einführung des iPads abgesprochen und die Preise für elektronische Bücher angehoben zu haben. Die Betroffenen bezeichnen hingegen die Vorwürfe als "unplausibel". Nach den angeblichen Absprachen seien die Preise im E-Book-Sektor unterschiedlicher geworden und nicht einheitlicher. Apple und die Verlage waren am Dienstag zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Gemeinsamer Plan gegen Amazon?
Die Klage vor dem US-Bezirksgericht in New York hängt mit den Ermittlungen des Justizministeriums zusammen. Die Behörde wirft Apple und den Verlagen vor, sich zusammengetan zu haben, um die Dominanz von Amazon auf dem E-Buchmarkt zu durchbrechen. Der Klageschrift zufolge stiegen die Preise Anfang 2010 innerhalb von drei Tagen um durchschnittlich zwei bis drei Dollar. Die Verlage Hachette von Lagardere, HarperCollins von News Corp und Simon & Schuster von CBS stimmten bereits einem Vergleich zu.

Apple sowie die beiden Verlage Penguin von Pearson und die Holtzbrinck-Tochter Macmillan kündigten vergangenen Monat an, sich vor Gericht verteidigen zu wollen (siehe Infobox). Die nächste Anhörung findet am 22. Juni statt.

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