Mi, 24. Jänner 2018

Cybersicherheit

15.05.2012 15:23

Risikoanalyse zeigt Schwachstellen in Österreich

Seit September des vergangenen Jahres haben Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft unter Federführung des Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ) eine Cyber-Risikoanalyse für Österreich erstellt. Als besonders verwundbar zeigen sich darin unter anderem die Bereiche Energie, Finanz und Informations- und Kommunikationstechnik. Bis Jahresende soll eine nationale Cyberstrategie auf dem Tisch liegen.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und KSÖ-Präsident Erwin Hameseder präsentierten die Cyber-Risikoanalyse am Dienstag in Wien. Darin wurde ein Lagebild gezeichnet, wie es um die Sicherheit von Behörden und Unternehmen steht.

Den Beschluss zur Cyberstrategie hat der Ministerrat am Dienstag gefasst, wie Mikl-Leitner erklärte. Damit soll ein politisch-strategischer Rahmen geschaffen werden, wobei es "so wenig Regulative wie möglich und so viele wie nötig" geben solle, wie die Innenministerin betonte.

Erfahrungsaustausch nötig
"Es ist wichtig, dass die Behörden an einem Strang ziehen", so Mikl-Leitner. Gegenseitiger Erfahrungsaustausch und die Bereitschaft voneinander lernen zu wollen sei für die Cybersicherheit von hoher Bedeutung. Anreiz dafür soll es sein, durch die Abwehr von Cyberattacken finanzielle Schäden zu verhindern.

750 Milliarden Euro Schaden pro Jahr in Europa
Immerhin wird der Schaden, den Cyberkriminelle jedes Jahr in Europa verursachen auf 750 Milliarden Euro geschätzt. "Diese Zahl zeigt die Dimension des Themas. Diese Schäden, die entstehen, muss die Wirtschaft verdienen", sagte KSÖ-Präsident Erwin Hameseder.

Energieversorgung am meisten gefährdet
Die vom KSÖ präsentierte Risikomatrix reiht die Manipulation von Informations- und Kommunikationstechnik der Energieerzeugung und -versorgung an vorderster Stelle der Bedrohungen. Es folgen Cybercrime, Social Engineering, fahrlässiges Verhalten in strategischen Infrastrukturbetreiben und mangelndes Sicherheitsbewusstsein.

Planspiel soll Aufklärung bringen
Anfang Juni soll ein gemeinsames Planspiel von KSÖ, Innenministerium, Verteidigungsministerium und Bundeskanzleramt zeigen, was bereits funktioniert und was nicht. "Es gibt Dinge, die man nur sieht, wenn man sie beübt", sagte Karl Rose, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Strategy Lab.

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