Do, 26. April 2018

Start in Baikonur

15.05.2012 08:59

Drei Raumfahrer mit Sojus-Kapsel auf dem Weg zur ISS

Fast sieben Wochen später als geplant sind am Dienstag zwei Russen und ein Amerikaner an Bord eines Sojus-Raumschiffs zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Die wegen technischer Probleme verschobene Mission startete laut Angaben der Flugleitzentrale um 5.01 Uhr MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

An Bord sind die beiden Kosmonauten Gennadi Padalka (53) und Sergej Rewin (46) sowie der NASA-Astronaut Joseph Acaba (44). Die Sojus TMA-04M soll nach zweitägiger Reise am Donnerstag an der ISS andocken - pünktlich zu Acabas Geburtstag.

Die neue Langzeitbesatzung hätte eigentlich schon am 30. März starten sollen. Ursache für die Verzögerung war nach Angaben der Raumfahrtindustrie ein Schaden an der Startvorrichtung.

Die drei Männer bleiben nach offiziellen russischen Angaben viereinhalb Monate auf dem Außenposten der Menschheit in etwa 400 Kilometern Höhe. Dort halten außerdem seit Dezember vorigen Jahres der Kosmonaut Oleg Kononenko, der Astronaut Donald Pettit und der niederländische Raumfahrer Andre Kuipers Wache. Die ISS kommt damit vorläufig wieder auf ihre sechsköpfige Sollstärke.

Rund 200 Experimente geplant
In den kommenden Monaten sind an Bord der ISS rund 200 Experimente geplant, darunter auch zur Frage des auffälligen Kalziumabbaus in den Knochen von Menschen während des Aufenthalts im Weltraum.

Wichtigste Aufgabe des Teams ist es, das erste Andocken einer privaten Raumkapsel an die Raumstation zu überwachen. Das US-Unternehmen SpaceX will die Kapsel "Dragon" nach jüngster Planung am 19. Mai von Cape Canaveral aus zur ISS schicken. Die "Dragon" soll bei ihrem ersten Flug 521 Kilogramm Fracht liefern und drei Wochen später 660 Kilogramm Ladung wieder mit zur Erde zurücknehmen. Langfristig soll die Kapsel auch Menschen ins All befördern.

Seit dem Ende des US-Shuttle-Programms ist Russland derzeit die einzige Nation, die Menschen zur ISS transportieren kann. Erst 2015 soll wieder ein US-Raumschiff einsatzbereit sein.

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