Mo, 22. Jänner 2018

Protest verworfen

14.05.2012 19:44

LASK wird die Lizenz auch im zweiten Anlauf verweigert

Der LASK bleibt vorerst ohne Lizenz für die kommende Saison: Das Protestkomitee der Bundesliga hat den Einspruch des Zweitligisten gegen die erstinstanzliche Verweigerung der Lizenz am Montagabend zurückgewiesen. Damit ist der Instanzenzug innerhalb der Bundesliga abgeschlossen. Der Traditionsklub, der 1965 als erstes Nicht-Wiener Team den Meistertitel geholt hatte, kann nun nur noch bis zum 21. Mai eine Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht einbringen.

LASK-Präsident Peter-Michael Reichel (Bild) reagierte mit Entsetzen auf den Urteilsspruch des Protestkomitees: "Es ist unglaublich. Entsetzlich, das ist ein Wahnsinn. Dadurch ruhen die ganzen Vorbereitungen, wir sind handlungsunfähig." Reichel kündigte an, dass der LASK "selbstverständlich" nun auch den nächsten Schritt, den Gang vor das Schiedsgericht, antreten wird. "Wir haben das vor neun Jahren ja schon einmal erlebt. Damals ist es 3:0 für den LASK ausgegangen, aber da ging es ja um die Finanzen, diesmal handelt es sich ja offenbar um einen Formalfehler." Gemeinsam mit dem Anwalt werde man die Lage besprechen.

"Protest nicht ordnungsgemäß eingebracht"

Vorerst war Reichel am Montag nicht klar, um welchen Formalfehler es sich handle. Darüber gab auch die Bundesliga-Aussendung keinerlei Aufschluss. "Der Protest von LASK Linz wurde nicht ordnungsgemäß eingebracht und war daher gemäß den geltenden Lizenzbestimmungen zurückzuweisen", wurde der Komitee-Vorsitzende Andreas Grundei zitiert. Die Hintergründe der Entscheidung könne man aufgrund der Verschwiegenheitspflicht nicht preisgeben, hieß es weiter. Damit bleibt die erstinstanzliche Lizenzverweigerung aufrecht. Der LASK hat nun eine Woche Zeit, die Klage einzureichen. Das Urteil wird dann bis spätestens 31. Mai gefällt.

Pangl: "Ergebnis sicherlich nicht erfreulich"
Bundesliga-Vorstand Georg Pangl bedauerte die Entscheidung, die auch Einfluss auf die Relegation der Ersten Liga haben könnte. "Für LASK Linz ist dieses Ergebnis sicherlich nicht erfreulich. Es ist bedauerlich, dass es dem letzten der 20 Bundesliga-Klubs im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens nicht gelungen ist, die Lizenz zu erhalten. Zur Frage der sportlichen Qualifikation bzw. des Abstiegs und der Relegation gilt es nun das Ergebnis eines etwaigen Schiedsgerichtsverfahrens Ende Mai abzuwarten."

Falls dem LASK die Spielgenehmigung endgültig verweigert wird, darf der aktuell als Fixabsteiger feststehende TSV Hartberg Anfang Juni in der Relegation gegen den Meister der Regionalliga Mitte, den GAK, antreten.

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