Do, 18. Jänner 2018

22 Vorstrafen

14.05.2012 14:32

Sieben Jahre Haft für Grazer nach versuchtem Überfall

Gleich sieben Jahre unbedingte Haft hat am Montag ein Grazer für einen versuchten Überfall auf ein Wettcafé bekommen. Ausschlaggebend für die hohe Strafe waren die 22 Vorstrafen des 58-Jährigen. Der Angeklagte hatte kurz nach der Tat im März selbst bei der Polizei angerufen und den Überfall gestanden, dann aber alles widerrufen. "Ich war das nicht, so was mache ich nicht", beteuerte er vor Gericht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im März wollte ein maskierter und bewaffneter Mann ein Wettcafé in Graz-Eggenberg überfallen. Doch die Kellnerin drückte den Alarmknopf und schrie um Hilfe. Der Täter flüchtete daraufhin ohne Beute aus dem Lokal – und krachte dabei gegen die Eingangstüre aus Glas (siehe Infobox).

"Ich war im Rausch, was weiß ich?"
Einen Tag später rief der Grazer bei der Polizei an und gestand die Tat. Später wollte er davon aber nichts mehr wissen. "Warum haben Sie dann angerufen?", fragte Richter Erik Nauta. "Ich war im Rausch, was weiß ich?", antwortete der Beschuldigte, "Aber so etwas tu' ich nicht." "Sie haben schon allerhand getan in Ihrem Leben", meinte der Richter unter Verweis auf die 22 Vorstrafen. "Aber Raub war noch keiner dabei", rechtfertigte sich der Angeklagte.

"Ich glaube, der Täter war größer"
Die objektiven Beweise für die Schuld des Mannes waren dürftig: Die DNA-Spuren an der Glastüre des Cafés ließen sich nicht auswerten, weil zu wenig Material vorhanden war, und die Bilder aus der Überwachungskamera waren äußerst unscharf. "Ich glaube, der Täter war größer", meinte die überfallene Kellnerin nach einem Blick auf den 58-Jährigen. Doch das beeindruckte den Schöffensenat nicht, und so wurde der Grazer für schuldig befunden.

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