Sa, 16. Dezember 2017

Bub saß auf Gleisen

11.05.2012 13:17

Zwölfjähriger von Zug überrollt und lebend geborgen

In Niederösterreich ist am Donnerstagabend auf der Franz-Josefs-Bahn ein zwölfjähriger Bub von einem Zug überrollt und zwischen Bahnschwellen und Triebwagen eingeklemmt worden. Der Schüler wurde von den Einsatzkräften nach 30 Minuten lebend befreit. Ein Notarzt hatte zuvor eine Narkose eingeleitet. Außerdem durfte das Kind nur so wenig wie möglich bewegt werden, weil der Verdacht auf eine Kopf- und Wirbelverletzung bestand.

Der Unfall hatte sich gegen 19.45 Uhr in Kritzendorf, einer Katastralgemeinde von Klosterneuburg im Bezirk Wien-Umgebung, ereignet. Der Lokführer, der mit seiner Zuggarnitur von Wien nach Tulln unterwegs war, schilderte den Einsatzkräften der Feuerwehr, dass er eine Person auf den Schwellen des Gleiskörpers sitzen gesehen habe - mit dem Rücken zum Triebwagen.

Trotz sofortiger Notbremsung wurde der Bub, der die Kopfhörer eines MP3-Players in den Ohren hatte, überrollt. Ein im Zug mitfahrender Intensivkrankenpfleger aus Wien kroch unter die Garnitur und leistete sofort Erste Hilfe, berichtete das Landesfeuerwehrkommando.

Heikle Bergungsaktion wegen Platzmangels
Die Rettungsaktion nahe der ÖBB-Haltestelle Unter-Kritzendorf gestaltete sich laut Landsfeuerwehrkommando äußerst schwierig, weil der Bewegungsspielraum für die Einsatzkräfte lediglich 30 Zentimeter betrug. Mit speziellen, äußerst flachen Rettungstragen gelang es schließlich, das Opfer schonend zu befreien. Warum der Bub auf den Bahnschwellen saß, blieb vorerst unklar. Der Lokführer erlitt einen Schock.

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