So, 19. November 2017

Farblos

11.05.2012 11:38

Neue Digitalkamera von Leica knipst nur in Schwarz-Weiß

Mit der Leica M Monochrom hat der Traditionshersteller Leica die weltweit erste digitale Schwarz-Weiß-Kamera im Kleinbildformat vorgestellt. Ausgestattet mit einem speziell für diese Anwendung entwickelten Sensor, ermögliche sie eine herausragende Schwarz-Weiß-Bildqualität, die neue Maßstäbe setze, teilte der Hersteller am Freitag mit.

"Die Schwarz-Weiß-Fotografie ist so populär, wie nie zuvor. Als besonders Stilmittel hat sie bis heute nichts von ihrer Faszination verloren, auch für die jüngere Fotografen-Generation", sagte Produktmanager Jesko von Oeynhausen. Mit der M Monochrom biete Leica daher nun erstmalig ein Werkzeug, dass es ermögliche, "sich in der digitalen Welt konsequent und authentisch mit der Schwarz-Weiß-Fotografie auseinanderzusetzen."

Einen "enormen technischen Vorteil" verspricht dabei der echte S/W-Bildsensor mit 18 Millionen Pixeln. Da der Sensor keine Farbe "sehe", lägen für jedes einzelne Pixel reale Helligkeitswerte vor – so entstehen laut Leica "echte" Schwarz-Weiß-Bilder, die deutlich schärfer sind als vergleichbare Aufnahmen einer Kamera mit Farbsensor.

Die Bilder der M Monochrom lassen sich per Knopfdruck mit den charakteristischen Tonungen analoger Schwarz-Weiß-Aufnahmen (Sepia, Kalt- oder Selenton) versehen. Für die exakte Kontrolle von Tonwerten bietet die Leica zudem ein Rohdatenhistogramm, über das sich in Verbindung mit der Clippinganzeige Belichtungen präzise korrigieren beziehungsweise optimieren lassen sollen.

Filter-Software und Lightroom inklusive
Im Lieferumfang enthalten ist außerdem eine Vollversion der Schwarz-Weiß-Software Silver Efex Pro 2, mit der sich über 20 verschiedene Schwarz-Weiß-Filmtypen emulieren lassen. Registrierte Kunden stehe außerdem Adobes Foto-Verwaltungssoftware Lightroom (siehe Infobox) zum Download bereit, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

In Handarbeit montiert und justiert
Geschützt wird das Innenleben der Leica übrigens durch ein geschlossenes Ganzmetallgehäuse aus einer Magnesium-Legierung, das dem Hersteller nach ebenso wie digitalen Komponenten und der Verschluss auf "extreme Langlebigkeit" ausgelegt sein soll. Für den Anwender bedeute dies "Zuverlässigkeit im jahrzehntelangen Einsatz".

Sowohl Montage, Justierung als auch Kontrolle aller mechanischen und elektronischen Details erfolgten dafür in Handarbeit. Das macht sich letzten Endes auch im Preis bemerkbar: Die ab Ende Juli in einer schwarz verchromten Ausführung erhältliche Leica M Monochrom schlägt mit einem Preis von 6.800 Euro zu Buche.

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