Do, 26. April 2018

Donuts auf Bauwerk

09.05.2012 20:12

Ferrari 458 auf historischer Mauer empört Chinesen

Eine Werbefahrt mit einem teuren Ferrari-Sportwagen auf der historischen Stadtmauer von Nanking hat in China Empörung hervorgerufen. Internetnutzer überhäuften den italienischen Autobauer mit Kritik, nachdem ein örtlicher Ferrari-Vertreter das jahrhundertealte Bauwerk für einen PR-Auftritt missbraucht hatte.

Bei dem Werbe-Event hatte ein Kran einen Ferrari auf die im 14. Jahrhundert während der Ming-Dynastie errichtete Stadtmauer gehievt. Anschließend vollführte der Sportwagen darauf mehrere Donuts (360-Grad-Drehungen) - und hinterließ dabei fette schwarze Reifenspuren auf den antiken Steinen. Einen Tag später versuchten Arbeiter vergeblich, die Spuren wegzuschrubben.

Teures Sondermodell für China
Das beworbene Auto ist ein Sondermodell des Ferrari 458 Italia im Wert von 720.000 Euro. Die in einer Auflage von 20 Exemplaren gebaute Spezialauflage des Coupés 458 Italia im eigens entwickelten Farbton "Marco Polo Red" trägt über Dach und Motorhaube einen schwarzen-goldenen Rallye-Streifen mit Drachenmuster. Komplett in Gold kommen die Felgen daher und auch im Innenraum finden sich Zierelemente aus dem Edelmetall. Der Startknopf ist auf Chinesisch beschriftet.

Für den Antrieb sorgt der bekannte 4,5-Liter-V8-Benziner mit 570 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h ermöglicht. Und eben dicke, schwarze Donuts.

Empörung über Ferrari-Donuts
Laut Xinhua gab die Ferrari-Vertretung umgerechnet rund 9.000 Euro für die Veranstaltung auf einem der am besten erhaltenen Abschnitte der Stadtmauer aus. "Ein Ferrari für sechs Millionen Yuan gegen eine 600 Jahre alte Stadtmauer... Was tun die Behörden in Nanking nur?", fragte ein Internet-Nutzer. "Wir können nicht tolerieren, dass Ferrari das antike Stadttor für eine Show benutzt und ruiniert", schimpfte ein anderer.

Die Stadtverwaltung habe die verantwortlichen Beamten "gerügt", berichtete Xinhua weiter. Sie hätten es versäumt, die Veranstaltung von höherer Stelle genehmigen zu lassen. Ein Experte warnte unterdessen, die Ferrari-Fahrt habe neben den Reifenspuren möglicherweise tiefergehende Schäden an dem Bauwerk angerichtet.

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