Fr, 19. Jänner 2018

"Bullen" fast durch

10.05.2012 22:23

Salzburg schlägt Kapfenberg, Rapid besiegt Mattersburg

Salzburg ist nur noch einen ganz kleinen Schritt vom Meistertitel der tipp3-Bundesliga entfernt. Die "Bullen" besiegten in der 34. Runde am Donnerstagabend den Kapfenberger SV mit 2:0 und liegen weiter sechs Punkte vor Rapid in Führung. Die Hütteldorfer setzten sich in Mattersburg mit 1:0 durch und erhielten somit wenigstens die theoretische Titel-Chance am Leben. In den weiteren Spielen besiegte Austria Wien die Wiener Neustädter mit 3:1, Admira fertigte Noch-Meister Sturm mit 3:0 ab, und Ried gegen Innsbruck endete 1:1.

Salzburg - Kapfenberg 2:0
Vier Tage nach dem 1:0-Sieg bei Rapid nahmen die Salzburger auch gegen Kapfenberg rasch Fahrt auf. Kapfenberg-Tormann Raphael Wolf war gleich in der Anfangphase bei Schüssen von Leonardo (2.) und Gonzalo Zarate (5.) zu Glanzparaden gezwungen. Kapfenberg überstand die erste Druckphase vor nur 8.200 Zuschauern unbeschadet und hätte dann sogar selbst in Führung gehen können. Doch David Sencar verfehlte nach Fehler von Ibrahim Sekagya das lange Eck (15.).

Danach nahm das Tempo rasant ab. Salzburg machte es dabei den Gästen mit wenig Bewegung und vielen Fehlpässen leicht. Erst in der 37. Minute gab es wieder Aufregung, als ein Treffer des Salzburgers Dusan Svento vom Schiedsrichter-Team rund um Manuel Schüttengruber aberkannt wurde. Stefan Maierhofer soll den Schuss des Slowaken im Abseits stehend abgefälscht haben.

Die zweite Spielhälfte begann mit dem nächsten Salzburger Abseitstor von Svento (46.). Diesmal war die Entscheidung jedoch klar. Zarate (48.) und Franz Schiemer (55.) verpassten das 1:0 noch, ehe dann Leonardo für Erleichterung sorgte. Ein Freistoß von Maierhofer wurde von Ralph Spirk zu Leonardo abgefälscht und der Brasilianer vollendete ohne Mühe zur Führung (64.). Damit war die Entscheidung gefallen, denn Salzburg hatte das Geschehen ganz sicher im Griff. Svento (75.) und Schiemer (78./Kopfball an die Latte) vergaben gute Möglichkeiten aufs 2:0, das schließlich Maierhofer per Kopf erzielte (84.).

Mattersburg - Rapid 0:1
Bereits in der 3. Minute hatte Prager die große Chance auf die Führung für Rapid vergeben, als er nach Vorlage von Hofmann knapp das Ziel verfehlte. Danach sorgten die Hütteldorfer nur noch bei einem Fehlschuss von Alar (21.) für Gefahr, ansonsten sahen die 7.500 Zuschauer im Pappelstadion eine relativ ereignislose Partie. Das lag auch an den vorerst harmlosen Mattersburgern, die vor der Pause nur in der 28. Minute - ein Parlov-Schuss zog um Zentimeter am langen Eck vorbei - in der Offensive in Erscheinung traten.

Auch nach der Pause erinnerte das Match zunächst eher an einen lauen Sommerkick als an einen heißen Kampf im Saisonfinish. Rapid kam dem zweiten Treffer in der 59. Minute durch den eingewechselten Grozurek nahe, der sich an Böcskör vorbeischummelte, allerdings keinen Torschuss mehr fabrizieren konnte. Auf der Gegenseite versuchte es Seidl in der 61. Minute aus der Distanz und fand in Königshofer seinen Meister.

Weil Bürger in der 75. Minute und Ilsanker in der 87. Minute jeweils aus kurzer Distanz daneben köpfelten, kassierten die in der zweiten Hälfte deutlich überlegenen Mattersburger als schlechtestes Heimteam der Liga die vierte Niederlage vor eigenem Publikum in Folge. Dass die Schlappe nicht höher ausfiel, lag an Burgstaller, der in der 89. Minute die große Chance auf einen Doppelpack ausließ.

Austria - Wiener Neustadt 3:1
Die Wiener Austria bleibt im Rennen um die Europa-League-Qualifikation im Geschäft und liegt damit in der Tabelle weiter hinter der Admira auf Rang vier. Die Austria hat trotz der Absenz von drei gesperrten und zwei verletzten Stammspielern schon vor der Pause alles klar gemacht. Erleichternd mag dabei gewesen sein, dass die Wiener Neustädter durch die 0:2-Niederlage von Kapfenberg in Salzburg endgültig aller theoretischer Abstiegssorgen ledig waren.

Die Gastgeber begannen aber auch ziemlich forsch, der unbedingte Siegeswille war vor 7.035 Fans zu erkennen. Liendl sorgte beim Führungstreffer für Vorarbeit und auch Abschluss. Zentral hatte er nach links auf den Ex-Neustädter Simkovic gespielt, dessen Hereinspiel verwertete er nach Abwehr von Goalie Siebenhandl (9.). Auch den zweiten Austria-Treffer bereitete Simkovic vor, Linz erzielte im Rutschen ins leere Tor seinen elften Saisontreffer (37.).

Mit ihrer ersten echten Torchance schafften die sonst eher harmlosen Gäste den Anschlusstreffer. Eine Flanke von Pollhammer köpfelte Friesenbichler zum Wiener Neustädter Treffer ein (43.). Doch noch vor der Pause fixierte Stankovic nach Liendl-Hereingabe verkehrt zum Tor stehend mit einem schönen Fersler den Endstand, Siebenhandl ließ sich überraschen. Nach der Pause tat sich nicht mehr allzu viel. Jun ließ schon bald nach Wiederanpfiff die Chance auf die endgültige Entscheidung aus (48.). Die Gastgeber waren dem 4:1 näher als die Niederösterreicher dem neuerlichen Anschlusstor.

Sturm - Admira 0:3
Die Admira hat mit diesem Sieg in Graz wichtige Punkte im Rennen um einen Europacup-Startplatz erobert und die Hoffnungen des Meisters auf ein Antreten in der Europa League zunichtegemacht. Nach der Pause spielte Sturm, vergab aber seine Chancen, während die Kühbauer-Elf gleich aus den ersten zwei Möglichkeiten zu Toren kam. Marcel Sabitzer (67.), ein Eigentor von Joachim Standfest (70.) und ein Treffer von Philipp Hosiner (83.) besiegelten das Schicksal der Steirer. Die Admiraner feierten mit ihren Fans, die Grazer schlichen hingegen enttäuscht in die Kabine - die erst zweite Heimniederlage der Saison tat besonders weh.

In der ersten Hälfte hielten sich die Chancen in etwa die Waage. Die Sturm-Abwehr zeigte sich bei Kopfbällen anfällig, doch Drescher (2., 35.) und Windbichler (27.) verfehlten mit ihren Kopfbällen das Tor knapp. Sabitzer schoss nach einem Stanglpass knapp drüber (15.). Sturm war durch einen Schuss von Wolf (7./daneben) gefährlich, danach bewies Admira-Keeper Patrick Tischler mehrmals seine Klasse. Er drehte einen Bukva-Freistoß aus spitzem Winkel in den Corner (17.) und rettete vor Okotie (38.).

Nach dem Wechsel drückten die Gastgeber, vergaben aber die besten Chancen. Die Kühbauer-Elf nützte hingegen gleich die erste Möglichkeit. Sulimani legte mit einem missglückten Schuss für Sabitzer auf, der seinen fünften Saisontreffer erzielte. Drei Minuten später hatte Sturm auch noch Pech, als ein von Keeper Gratzei abgewehrter Hosiner-Schuss Standfest an die Beine sprang und im Tor landete. Danach musste Sturm attackieren, die Gäste kamen zu Konterchancen, von denen Hosiner eine zum 3:0 nützte.

Ried - Innsbruck 1:1
Im durchschnittlichen Mittelständlerduell gingen die Tiroler durch Christopher Wernitznig in Führung (20.), die Oberösterreicher kamen durch Robert Zulj zum verdienten Ausgleich (67.). Nach dem Unentschieden sind die Rieder Sechster, Wacker liegt zwei Punkte dahinter auf Rang sieben - die Top 3 sind für beide Klubs nun auch rechnerisch nicht mehr erreichbar.

Dass den Salzburgern der Meisterteller kaum noch zu entreißen ist, löste auch in Ried Freude aus. Denn im Falle eines Salzburger Titelgewinns wären die Rieder schon vor dem Cupfinale gegen die "Bullen" Fixstarter im Europacup. Zu feiern gab es für die Rieder auch schon vor dem Anpfiff das 100-jährige Vereinsjubiläum. Mit Fackeln wurde im Mittelkreis die Zahl 100 gebildet.

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