So, 21. Jänner 2018

"Tut uns leid"

08.05.2012 11:42

Schuldbewusste Hacker brachen bei NASA und ESA ein

"The Unknowns", also "die Unbekannten", nennt sich eine neue Hackergruppe, die Ende April bei den Weltraumorganisationen NASA und ESA eingebrochen ist. Die Hacker erklärten aber, friedliche Absichten zu verfolgen - sie hätten nur auf Sicherheitslücken aufmerksam machen wollen.

Die NASA hat gegenüber "ZDNet" bestätigt, dass Hacker am 20. April in das Netzwerk der US-Weltraumorganisation eingedrungen sind. Allerdings seien zu keinem Zeitpunkt vertrauliche Informationen gefährdet gewesen. Auch dei europäische ESA hat bekannt gegeben, gehackt worden zu sein.

Die "Unknowns" sind erstmals in Erscheinung getreten, als sie mitteilten, unter anderem Systeme des US- sowie des thailändischen Militärs, der Verteidigungsministerien von Frankreich und Bahrain sowie der Harvard-Universität und Renault gehackt zu haben. Die Betroffenen könnten sich bei den Hackern melden, um herauszufinden, wie man in die Server eingedrungen sei und wie die Sicherheitslücken gestopft werden könnten, hieß es.

"Das tut uns leid"
Bei NASA und ESA haben sich die "Unknowns" in einer Nachricht gar entschuldigt: "Diese Websites sind wichtig, wir verstehen, dass wir den Opfern geschadet haben, und das tut uns leid." Man werde den Organisationen bald alle nötigen Informationen zum Hack per Mail zukommen lassen. Der Einbruch sei aber nötig gewesen, "denn jetzt wissen sie, dass ihre Sicherheitsvorkehrungen schwach sind und verbessert werden sollten". Die NASA habe die Lücken inzwischen per Patch behoben, so die "Unknowns".

Hacker nicht für "Revolutionen und Chaos" zu haben
Die Gruppe sei neu und noch nie Teil eines Hackerteams gewesen, erklären sich die "Unknowns" in einer Mitteilung. Dort heißt es außerdem als Anspielung auf die weniger friedlich gesinnte Hackergruppierung Anonymous: "Wir wollen keine Revolutionen, wir wollen kein Chaos, wir wollen nur die Menschen da draußen beschützen." Man wolle nur helfen und verlange dafür nichts. Es handle sich nicht um "Anonymous 2", und gegen die US-Regierung habe man auch nichts.

"Unser Ziel war nie, jemandem zu schaden, wir möchten diese ganze Internetwelt sicherer machen, denn sie ist es ganz einfach nicht, und wir wollen helfen", heißt es in nicht ganz lupenreinem Englisch. Man habe nun das Vertrauen vieler Menschen, die darum bitten würden, die eigene Website auf den Prüfstand zu stellen.

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