So, 21. Jänner 2018

3:0-Sieg im Finale

09.05.2012 22:42

Falcao führt Atletico Madrid zum Europa-League-Titel

Radamel Falcao war mit zwei Traumtoren wie im Vorjahr der Matchwinner im Europa-League-Finale und hat nach dem FC Porto auch Atletico Madrid zum Titel geschossen. Der Starstürmer aus Kolumbien sorgte am Mittwochabend mit seinen Treffern Nummer elf und zwölf im Wettbewerb zusammen mit dem vom VfL Wolfsburg ausgeliehenen Diego für den 3:0-Erfolg vor 52.347 Zuschauern in der Arena National in Bukarest gegen den spanischen Ligakonkurrenten Athletic Bilbao.

Für Madrid war es der zwölfte Sieg in Folge und nach 2010 in Hamburg der zweite Triumph innerhalb von drei Jahren in der Europa League. Falcao hatte vor einem Jahr seinen Ex-Klub Porto zum 1:0-Finalsieg gegen Sporting Braga geführt. Falcao, der vor der Saison für 40 Millionen Euro nach Madrid gewechselt war, sicherte sich als erster Spieler in der Geschichte des UEFA-Cups und der Europa League zum zweiten Mal in Folge die Torjägerkrone.

Madrid legte in seinem 100. Spiel im UEFA-Cup bzw. der Europa League los wie die Feuerwehr. Mit aggressivem Forechecking setzte die Mannschaft von Trainer Diego Simeone Bilbao unter Druck und sorgte auf Seiten der Basken immer wieder für schnelle Ballverluste. Diego legte mit seinem Pass auf Falcao die Führung auf und untermauerte mit seinem siebenten Assist seinen Status als bester Vorbereiter des Wettbewerbs. Falcao schlenzte den Ball mit links perfekt in die Ecke und ließ Athletic-Keeper Gorka Iraizoz keine Chance.

Falcao tanzte alle aus
Bilbao brauchte rund 20 Minuten, um sich aus der Umklammerung zu lösen, bestimmte dann aber die Partie und kam zu ersten Chancen. Doch weder Topstürmer Fernando Llorente (19.) noch das große Talent Iker Muniain (24.) brachten den Ball im Tor von Thibaut Courtois unter. Mitten in die beste Phase von Bilbao schlug Falcao erneut zu. Der 26-Jährige tanzte am Fünfmeterraum die gegnerische Abwehr aus und schoss überlegt zum 2:0 ein.

Auch nach der Pause blieb das Tempo auf beiden Seiten hoch, wobei sich Madrid auf gefährliche Konter beschränkte und Bilbao die Initiative überließ. Allerdings fehlten den Basken, die am 25. Mai im spanischen Cupfinale auf den FC Barcelona treffen, die spielerischen Mittel, die Abwehr der Madrilenen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Falcao hatte sogar noch ein drittes Tor auf dem Fuß, traf aber nur die Stange (80.). Besser machte es Diego, der ein Solo mit dem 3:0 krönte.

Für Madrids Trainer Simeone, der 1996 mit Atletico das Double gewonnen hatte, war es auch der Triumph über seinen ehemaligen Trainer Marcelo Bielsa auf der Bank von Bilbao. Unter dem Starcoach hatte Simeone in der argentinischen Nationalmannschaft als Kapitän gespielt. Zudem ist Simeone nach Dino Zoff und Huub Stevens der dritte Fußballer, der als Spieler und Trainer den Wettbewerb gewonnen hat. Mit Inter Mailand hatte sich der Argeninier 1997/98 den UEFA-Cup gesichert.

Der deutsche Schiedsrichter Wolfgang Stark musste die Partie in der ersten Halbzeit übrigens zwischenzeitlich unterbrechen, nachdem zwei Flitzer auf den Rasen gestürmt waren.

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