Mo, 11. Dezember 2017

"Wie kleine Bomben"

07.05.2012 10:29

Rund 1,5 Millionen Euro Schaden durch Hagel in NÖ

Die ersten schweren Hagelschauer des Jahres hat es am Wochenende in Niederösterreich gegeben. In den Bezirken Amstetten, Baden, Krems und Zwettl gingen am Samstag und Sonntag schwere Unwetter nieder. Der Schaden für die Landwirtschaft beträgt rund 1,5 Millionen Euro.

Besonders schlimm war die Situation auf der A2 nahe Leobersorf: "Wir waren selbst auf dem Parkplatz nicht sicher. Denn auch dort donnerten die Hagelkörner wie kleine Bomben herab", schilderte ein Autolenker gegenüber der "Krone". Bei Pottenstein an der Triesting waren binnen Minuten ganze Felder von weißen Eiskugeln bedeckt.

In Stössing im Wienerwald fiel durch die Unwetter sogar kurzfristig das Handynetz aus, und im Bezirk Zwettel bildete sich gar eine acht Zentimeter dicke Schicht von Hagelkörnern, so Feuerwehrsprecher Franz Resperger.

Der verursachte Schaden in der Landwirtschaft beträgt ersten Schätzungen von Sachverständigen zufolge rund 1,5 Millionen Euro, teilte die Österreichische Hagelversicherung am Montag mit. Rund 10.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche wurden in Mitleidenschaft gezogen. Besonders Getreide, Raps, Erdbeeren und Wein seien beschädigt worden.

Starkregen sorgte für Überschwemmungen
Zudem gingen teils heftige Regenschauer nieder: "Hotspot" des Starkregens waren die Region am Wagram und das angrenzende Tullnerfeld. Betroffen waren auch einige Orte wie etwa Jettsdorf, Fels am Wagram und Grafenwörth, wo zwei Keller und eine Straße überflutet wurden. Fünf Feuerwehren waren unter anderem mit Abpumparbeiten beschäftigt, die laut Resperger nach eineinhalb Stunden erledigt waren. Im Bezirk Horn kam es punktuell zu Vermurungen von Bächen.

Auch im Burgenland kam es entlang der B63 zwischen Oberwart und Riedlingsdorf zu Überschwemmungen. Bahngleise und Straßengräben standen unter Wasser. Die Stadtfeuerwehr Oberwart war mit Abpumparbeiten im Einsatz.

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