Fr, 19. Jänner 2018

Microsoft geizt

04.05.2012 11:37

Windows 8 spielt standardmäßig keine Film-DVDs ab

Windows 8, das für Herbst erwartete neue Betriebssystem von Microsoft, spielt standardmäßig keine Film-DVDs mehr ab. Schuld seien die hohen Kosten für Lizenzgebühren, rechtfertigt sich der Konzern. Auch das bisher integrierte Media Center ist nur noch gegen Gebühr zu haben.

Daten-DVDs können mit Windows 8 weiterhin verwendet werden, für das Ansehen von Filmen bleiben dem Nutzer hingegen nur zwei Möglichkeiten: Er kann das Media Center kaufen oder auf kostenlose Programme aus dem Internet setzen. Ohne Nachbesserung vonseiten des Users ist mit Film-DVDs bei Windows 8 jedenfalls nichts anzufangen.

Die Windows-Entwickler haben die Sparmaßnahme im hauseigenen Blog kommentiert. Demnach habe sich das Konsumverhalten von Filmfans seit Windows 7 erheblich geändert. Schon 2012 werde der Anteil der via Internet betrachteten Filme jenen auf physischen Datenträgern überflügeln, heißt es.

Tablets als zweites Argument
Zudem seien die Partner des Unternehmens "beunruhigt" über die Lizenzgebühren, die für Techniken zum Abspielen von Datenträgern anfallen, heißt es. Besonders, da Windows 8 für verschiedene Plattformen - nicht nur den PC, sondern auch diverse Tablets - entwickelt werde. Lizenzgebühren für DVD-Wiedergabe zu zahlen, wenn diese auf Tablets nicht möglich ist, wäre unsinnig, so die Aussage zwischen den Zeilen. Früher habe man für verschiedene Anforderungen spezielle Windows-Versionen herausgegeben, allerdings hätten sich Kunden und Firmenpartner weniger Auswahl gewünscht. Dies habe Microsoft auch umgesetzt (siehe Infobox).

Fokus auf Filme aus dem Internet
Daher gebe es zwar weiterhin den Windows Media Player für das neue Betriebssystem, DVDs könne dieser aber nicht mehr abspielen. Wer diese Funktionalität hinzufügen möchte, erhält sie durch den Kauf des "Pro Pack" oder des Windows Media Center. Die Kosten hierfür hat Microsoft noch nicht bekannt gegeben. Man konzentriere sich für Windows 8 lieber auf die kostenlose Bereitstellung diverser Codecs zum Betrachten von Filmen via Internet, erklären die Entwickler - etwa H.264, VC-1, MP4, AAC, WMA, MP3, PCM und Dolby Digital Plus.

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