Mi, 25. April 2018

Kaum Niederschlag

03.05.2012 10:16

Wasser in der Steiermark wird langsam knapp

Wenig bis gar kein Regen seit Herbst 2011, dazu ein schneearmer Winter: In der Südsteiermark wird das Wasser zusehends knapp. Die Bauernschaft zittert, Private mussten von der Feuerwehr bereits vereinzelt mit dem kostbaren Nass versorgt werden. Kommt nicht bald ausreichend Niederschlag, droht ein ernstes Problem.

Der jüngste hydrografische Bericht des Landes fördert Besorgniserregendes zutage: Demnach lagen 2011 die Grundwasserstände in allen Regionen "deutlich unter den langjährigen Durchschnittswerten". Auch die heimischen Flüsse schwanden kontinuierlich, bei der Sulm beispielsweise betrug das Durchflussminus gleich 43 Prozent - trauriger Rekord.

Das lange Warten auf Regen dauert leider an, Thomas Meier vom Landesfeuerwehrverband Steiermark kennt eine der unangenehmen Folgen: "Wir mussten heuer schon mehrmals zu versiegten Hausbrunnen ausrücken, um diese wieder aufzufüllen. Wir hoffen, dass sich die Situation nicht weiter verschärft."

Auch andere Bundesländer betroffen
Die akute Wassernot führte am langen Wochenende bereits in etlichen Gemeinden zu großen Problemen. So musste etwa in Wolfsberg in Kärnten ein strenges Verbot für Autowaschen und Gartengießen mit sauberem Trinkwasser ausgerufen werden, das noch bis zumindest 7. Mai gilt. Noch schlimmer war es in Kirchberg-Thening in Oberösterreich: Hier gaben etliche Hähne keinen einzigen Tropfen Wasser mehr her, da zu viele Swimmingpools auf einmal gefüllt wurden (siehe Infobox).

"Auch wir waren über dem Mai-Feiertag an unserem Limit, haben es nur ganz knapp geschafft", sagte Franz Krainer von der Wasserversorgung Leibnitzerfeld. "Wir führen bereits Gespräche mit unseren 38 Mitgliedsgemeinden, denn so kann es nicht weitergehen. Bereits ab nächstem Jahr muss die Befüllung der Becken reglementiert werden."

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